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Wozu noch Kirche? Eine Relevanzprüfung

Montagsakademie im Wintersemester 2025/26 der Theologischen Fakultät Paderborn

Die „Montagsakademie“, die öffentliche Vorlesungsreihe der Theologischen Fakultät Paderborn, gehört mittlerweile als fester Posten zum wissenschaftlichen und kulturellen Angebot der Stadt Paderborn und ihrer Umgebung. Fachleute aus Theologie und Kirche, aber auch aus anderen Fachgebieten, bearbeiten im Verlauf eines Wintersemesters jeweils montags um 18 Uhr in 45-minütigen Vorlesungen und einem nachfolgenden Gespräch Themen, die auch für die breite Gesellschaft von Bedeutung sind.

Im vergangenen Wintersemester widmete sich die Montagsakademie dem Thema „Jesus Christus – Gott und Mensch“. Für die vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema steht nun die Buchpublikation der Vorlesungsreihe zur Verfügung, die gerade im Verlag Herder unter dem Titel „Jesus Christus – Gott und Mensch. Christologie für heute“ erschienen ist.

Im Jahr 2025, nach den erratischen Pontifikaten der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., nach diversen Finanz- und Luxusskandalen in der Kirche, nach rapide rückläufigen Werten bei allen Parametern der Kirchenbindung, nachdem insbesondere der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland die soziologisch wichtige 50 %-Marke unterschritten und somit den Minderheitenstatus erreicht hat, nach unzähligen Prozessen der Installierung neuer pastoraler Strukturen, die allen Beteuerungen zum Trotz von den Menschen als Rückzug der Kirche aus seelsorglichen Aufgaben erfahren werden, vor allem aber nach dem durch die Fälle sexuellen Missbrauchs verursachten grundstürzenden Vertrauenseinbruch herrscht November-Stimmung in der Kirche; es ist grau, trist und nebelig geworden. Sich weiterhin mit dem überkommenen Repertoire theologischer Themen zu beschäftigen oder gar enthusiastisch Begeisterung für die Kirche zu propagieren, ohne sich offen und realistisch mit dieser prekären Lage der Kirche auseinanderzusetzen, müsste als das berühmte „Pfeifen im Walde“ erscheinen.

Kostenfreier Eintritt

Die Theologische Fakultät Paderborn stellt sich mit ihrer Vorlesungsreihe „Montagsakademie“ im Wintersemester 2025/26 daher der Frage, wozu wir die Kirche noch brauchen – und wozu nicht mehr. Sie unterzieht die Kirche einer Relevanzprüfung. „Die Vorgabe an die Referentinnen und Referenten lautete, in Hinblick auf ihr jeweiliges Thema diese Frage wirklich offen und konsequent bis hin zur eventuellen Irrelevanzanzeige zu behandeln – und nicht als rhetorische Frage, die nur zum Anlass genommen würde, mit umso größerer Emphase die Wichtigkeit der Kirche zu deklarieren“, führt der Leiter der Montagsakademie und Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie, Homiletik und Religionspädagogik, Professor Herbert Haslinger, aus.

Die Vorlesungsreihe startet am 20. Oktober 2025 mit einer realitätsgerechten Beschreibung der Lage der Kirche in unserer Gesellschaft mittels einer differenzierten christentumssoziologischen Analyse der beobachtbaren Entwicklungen. Die folgenden Vorlesungen unterziehen unterschiedliche Bereiche der Kirche einer Relevanzprüfung: Spiritualität, Sexualmoral, Liturgie, Religionsunterricht, Angebote für Familien, Gemeinde, Verkündigung, Stellung der Priester, Sozialethik und Seelsorge. Ein besonderes Format gibt es am 3. November, wenn zwei promovierte Theologen aus unterschiedlichen Lebenswelten eine Relevanzprüfung der Kirche im Dialog vornehmen. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Dr. Daniel Deckers, Leiter des Ressorts „Die Gegenwart“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, diskutieren, wozu wir die Kirche noch brauchen – und wozu nicht mehr.

Die Vorlesungen der Montagsakademie finden im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn (Klingelgasse/Ecke Liborigasse) statt. Der Eintritt ist kostenfrei und man muss sich nicht anmelden. Die Vorträge können aber auch live über den YouTube-Kanal der Fakultät verfolgt oder im Nachhinein in der Mediathek abgerufen werden. Klicken Sie dazu auf der Internetseite der Fakultät https://www.thf-paderborn.de/oeffentlichkeit/montagsakademie/ auf die Buttons Livestream oder Mediathek .

Die Vorlesungen der Montagsakademie im Wintersemester 2025/26


20. Oktober 2025
Zur Lage der Kirche in Deutschland. Christentumssoziologische Befunde und Analysen
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Karl Gabriel, 1998-2009 Professor für Christliche Sozialwissenschaften und Direktor des Instituts für christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster.


27. Oktober 2025
Welche Kirche braucht eine persönliche Spiritualität? Von der Nützlichkeit kirchlicher Organisation für das religiöse Leben
Dr. theol. Christiane Bundschuh-Schramm, seit 2014 Diözesanreferentin für Kirchenentwicklung und Glaubenskommunikation in der Diözese Rottenburg-Stuttgart


3. November 2025
Wozu brauchen wir noch die Kirche – und wozu nicht mehr? Ein Dialog
Dr. theol. Udo Markus Bentz, seit 2024 Erzbischof von Paderborn und Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn
Dr. theol. Daniel Deckers, seit 2011 Leiter des Ressorts „Die Gegenwart“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; seit 2014 Dozent für Geschichte des Weinbaus und Weinhandels an der Hochschule Geisenheim


10. November 2025
„’Die Welt‘ braucht keine Verdoppelung ihrer Hoffnungslosigkeit durch Religion …“ Anmerkungen zu Kirche und Gesellschaft 50 Jahre nach dem Synodenbeschluss „Unsere Hoffnung“
apl. Prof. Dr. Hermann-Josef Große Kracht, seit 2008 Akademischer Oberrat am Institut für Theologie und Sozialethik der Technischen Universität Darmstadt


17. November 2025
Jesus Christus verkündete das Reich Gottes, und gekommen ist die katholische Sexualmoral. Die Orientierungsrelevanz der Kirche in Sachen Sexualität
Prof. Dr. Peter Schallenberg, seit 2008 Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn


24. November 2025
Gemeinde: Fremde Heimat? Die soziale Antreffbarkeit der Kirche
Prof. em. Dr. Hans-Joachim Höhn, 1991-2023 Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität zu Köln


1. Dezember 2025
Die „Res mixta“ und ihre gegenwärtige Dynamik. Zur Rolle und Relevanz der Kirche im schulischen Religionsunterricht
Prof. Dr. Jan Woppowa, seit 2013 Professor für Religionsdidaktik an der Universität Paderborn


8. Dezember 2025
„Darüber wollen wir dich ein andermal hören“ – oder auch nicht. Braucht es heute noch (kirchliche) Verkündigung?
P. Dr. Philipp Reichling OPraem, Rundfunkbeauftragter der Katholischen Kirche in NRW beim WDR sowie im Bistum Essen; Angehöriger der Abtei Hamborn, Duisburg


15. Dezember 2025
Heilige Momente. Von der Resonanz alltäglicher Rituale und der Relevanz kirchlicher Liturgie
Prof. Dr. Stephan Wahle, seit 2023 Professor für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn


5. Januar 2026
„Wozu Priester?“ – „Dazu Priester!“
Prof. Dr. Christoph Jacobs, seit 2008 Professor für Pastoralpsychologie und Pastoralsoziologie an der Theologischen Fakultät Paderborn


12. Januar 2026
Ehe und Familie im Schatten des Kirchturms – ein Ort mit Aufenthaltsqualität?
Dipl.-Theol. Brunhilde Leyener, Ehe-, Familien-, Lebensberaterin; bis 2019 tätig als Klinikseelsorgerin in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. theol. Thomas Leyener, Theologe und Pastoralpsychologe; bis 2021 tätig in der Aus- und Weiterbildung sowie als Leiter einer Stabsstelle Unternehmenskultur in einem katholischen Krankenhaus der Diözese Rottenburg Stuttgart


19. Januar 2026
Öffentliche Religion und Kirche. Eine sozialethische Perspektive
Prof. Dr. Jonas Hagedorn, seit 2025 Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn


26. Januar 2026
Rückkehr in die Seelsorge. Wider die selbstverschuldete Irrelevanz der Kirche
Prof. Dr. Herbert Haslinger, seit 2002 Professor für Pastoraltheologie, Homiletik, Religionspädagogik und Katechetik an der Theologischen Fakultät Paderborn


Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn

Die Montagsakademie ist eine öffentliche Vorlesungsreihe der Theologischen Fakultät Paderborn. Als lebendiges Forum konzipiert stellen sich renommierte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Kirche in jedem Wintersemester einem ausgewählten Thema oder einer aktuellen Fragestellung der Zeit, treten in einen Dialog miteinander und mit dem Publikum ein und versuchen, aus ihrer Expertise heraus Probleme zu analysieren bzw. Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Vorträge werden jährlich als wissenschaftliche Publikation herausgegeben. Die Montagsakademie findet im Wintersemester immer montags um 18.00 Uhr im Auditorium Maximum (Klingelgasse/Ecke Liboristraße) der Theologischen Fakultät Paderborn statt.

Bücher zur Montagsakademie

Herbert Haslinger (Hg.): Jesus Christus – Gott und Mensch, Christologie für heute, Freiburg i. Br. (Herder) 2025, ISBN: 978-3-451-02498-6

In den von Säkularisierungsprozessen gekennzeichneten westlichen Gesellschaften ist die Gestalt Jesus Christus nicht einfach irrelevant geworden. Auch heute noch sind viele Menschen von ihm fasziniert; auch heute noch richten viele Menschen ihr Leben an den Werten und Idealen aus, die dieser Jesus von Nazaret vorgelebt hat.

Die Beiträge des Bandes zeigen unter verschiedenen Aspekten und aus der Perspektive unterschiedlicher theologischer Fachgebiete auf, was eine Orientierung an Jesus Christus bedeutet. Sie entwickeln so Christologie für heute. In Christus hat die Kirche ihren Ursprung, ihre zentrale Gestalt. Er ist mit seiner Botschaft und seinem Wirken Gründer, Fundament und Inhalt des christlichen Glaubens. Was bedeutet es, dass wir uns auf Jesus von Nazaret berufen, der sich durch Tod und Auferstehung als der Christus, als »Gott und Mensch« erwiesen hat? Hierzu bietet der Band zahlreiche Antworten und Impulse.

Mit Beiträgen von Wolfgang Beinert, Rita Burrichter, Cornelia Dockter, Herbert Haslinger, Marianne Heimbach-Steins, Hanspeter Heinz, Bernd Irlenborn, Bernd Kollmann, Aaron Langenfeld, Doris Nauer, Karlheinz Ruhstorfer, Thomas Söding, Angelika Strotmann, Andrea Taschl-Erber.

Herbert Haslinger (Hg.): Sakramente – Symbole des Heils (Kirche in Zeiten der Veränderung 21. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2024, ISBN: 978-3-451-02415-3

Sakramente gehören zu den traditionellen, eigentümlichen Vollzügen der katholischen Kirche. Aber sie sind keineswegs aus der Zeit gefallen. Immer noch begehen viele Gläubige Wegmarken ihres Lebenslaufs – Geburt, Jugend, Heirat, Sterben – in Form eines kirchlichen Sakraments. Sie legen für sich wie auch für ihre Kinder und Angehörigen Wert auf sakramentale Feiern. Die Kirche verfügt mit den Sakramenten offenbar über einen wertvollen Schatz der Wirklichkeitsdeutung und Lebensorientierung. Die Beiträge des Bandes widmen sich aus katholischer Perspektive der inhaltlichen Bedeutung und der lebensweltlichen Relevanz der Sakramente. Es geht um ihr theologisches sowie kulturelles Verständnis, um ihren Ort in einer säkularen Welt und um Anforderungen einer heutigen Sakramentenpastoral. Ebenso erhalten die sieben einzelnen Sakramente der katholischen Kirche je für sich Platz. Alle Themen stehen unter der theologischen Maxime: Sakramente sind Symbole des Heils. Sie sind kein Mittel der kirchenamtlichen Machtausübung, keine Dressur auf religiös genehmes Verhalten, keine Gelegenheit der Missionierung oder Kirchenbindung und kein Ort für eine Selbstsakralisierung von Klerikern. Sakramente sind Instrumente des von Gott geschenkten Heils – und das heißt: des Heils aller Menschen.

Mit Beiträgen von Ralf Miggelbrink, Hans-Joachim Höhn, Günter Wilhelms, Burkhard Neumann, Angela Kaupp, Markus Knapp, Johann Pock, Stephan Wahle, Gunda Werner, Herbert Haslinger, Hans-Walter Stork, Ottmar Fuchs.

Herbert Haslinger (Hg.): Menschenbild und Menschenbildung. Anspruch an die Kirche in der Welt von heute (Kirche in Zeiten der Veränderung 16. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2023, ISBN: 978-3-451-39636-6

Wir erleben aktuell eine dramatische Zeit: Klimawandel, Covid-19 Pandemie, Krieg in der Ukraine sowie die dadurch bedingten wirtschaftlichen Einbrüche. Bei dem Bemühen, diese Krisen zu bewältigen, sind wir von unserem kulturell-kollektiven wie auch je individuellen Menschenbild geleitet. Menschenbilder sind nicht nur eine philosophische Idee, sondern eine wichtige Orientierung für unsere Lebensführung. Der Band untersucht das Verhältnis von Menschenbildern und Menschenbildung sowie den Anspruch, der sich für die Kirche ergibt: Die Leistung eines Beitrags zu einer Bildung, die Menschen zur verantwortlichen Weltgestaltung befähigt.

Mit Beiträgen von Aleida Assmann, Winfried Böhm, Anton A. Bucher, Christine Büchner, Rita Burrichter, Herbert Haslinger, Andreas Heller, Michael Konkel, Andreas Koritensky, Aaron Langenfeld, Regina Polak, Sabine Seichter, Günter Wilhelms, Michael Zichy.

Herbert Haslinger (Hg.), Denkerinnen und Denker des Glaubens. Anstöße von der Antike bis zur Gegenwart (Kirche in Zeiten der Veränderung 13. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2022, ISBN: 978-3-451-39379-2.

Das Selbst- und Weltverständnis heutiger Menschen lässt sich nicht mehr so einfach mit einem Glauben an ein »höheres Wesen« vereinbaren. Trotzdem sehen viele Menschen auch heute noch in den Überzeugungen des christlichen Glaubens eine wertvolle Orientierung. Der Band präsentiert Personen, die sich durch bestimmte Inhalte oder durch eine bestimmte Art der rationalen Reflexion des christlichen Glaubens ausgezeichnet haben – zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Denkwelten: von Makrina der Jüngeren und Augustinus über Hildegard von Bingen und Albertus Magnus bis hin zu Simone Weil, Jürgen Habermas und anderen.

Mit Beiträgen von Franz Xaver Bischof, Walter Andreas Euler, Makrina Finlay OSB, Bernd Irlenborn, Annegret Langenhorst, Hannes Möhle, Karla Pollmann, Michael Quisinsky, Georg Röwekamp, Peter Schallenberg, Elisabeth Thérèse Winter, Maura Zátonyi OSB und Herbert Haslinger.

Herbert Haslinger (Hg.), Wege der Kirche in die Zukunft der Menschen. 50 Jahre nach Beginn der Würzburger Synode (Kirche in Zeiten der Veränderung 9. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2021, ISBN: 978-3-451-38829-3.

Im Jahr 2021 jährt sich zum 50. Mal der Beginn der „Würzburger Synode“. Sie diente der Umsetzung des II. Vatikanums in den deutschen Ortskirchen und stellte für diese ein herausragendes Ereignis dar. Zum andern läuft seit Dezember 2019 der sogenannte „Synodale Weg“. Mit ihm will man auf die Vertrauenskrise der Kirche reagieren.

Das Motiv Synode verbindet beide Ereignisse: Angehörige der Kirche begeben sich auf einen gemeinsamen Weg des Nachdenkens und fragen, welche Wege die Kirche heute zu beschreiten hat. Angesichts der Vorgänge, die bei vielen Menschen das Vertrauen in die Kirche zerstört haben, aber auch angesichts der Herausforderungen, vor die unsere Gesellschaft aktuell gestellt ist, kann ein solches Suchen nach Wegen nicht mehr einfach auf die „Zukunft der Kirche“, auf eine bloße Bestandssicherung der Kirche zielen. Es geht darum, was auf die Menschen zukommt und was die Kirche zur Bewältigung dieser Zukunft beiträgt. Es geht um „Wege der Kirche in die Zukunft der Menschen“

Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Stephan Goertz, Herbert Haslinger, Bernd Irlenborn, Christoph Jacobs, Judith Könemann, Stefan Kopp, Ansgar Kreutzer, Volker Ladenthin, Kathrin Oel, Andrea Qualbrink, Peter Schallenberg, Thomas Schüller, Wolfgang Thönissen und Günter Wilhelms.

Stefan Kopp (Hg.), Kirche im Wandel. Ekklesiale Identität und Reform (Quaestiones disputatae 306.), Freiburg i. Br. (Herder) 2020, ISBN: 978-3-451-02306-4.

Die Kirche ist aktuell massiv herausgefordert, neu über ihre Identität und notwendige Reformen nachzudenken, um ihrem Auftrag gerecht zu werden. Der Band dokumentiert einen fundierten theologischen Reformdiskurs, der auf Basis demoskopischer, soziologischer und philosophischer Erkenntnisse geführt wird. Biblisch-, historisch-, systematisch- und praktisch-theologische Reflexionen vertiefen zentrale Fragen nach dem kirchlichen Veränderungspotenzial und weiten den Blick auf eine Kirche, für die Wandel Grundzug und Dauerauftrag war und ist.

Mit Beiträgen von Renate Köcher, Michael N. Ebertz, Hans-Joachim Höhn, Andreas Koritensky, Dominik Markl SJ, Thomas Söding, Franz Xaver Bischof, Michael Seewald, Johanna Rahner, Wolfgang Thönissen, Klaus von Stosch, Ulrich Riegel, Rüdiger Althaus, Stefan Kopp, Winfried Haunerland, Ursula Nothelle-Wildfeuer, Peter Schallenberg, Herbert Haslinger, Christoph Jacobs.

 

Stefan Kopp (Hg.), Von Zukunftsbildern und Reformplänen. Kirchliches Change Management zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Kirche in Zeiten der Veränderung 1. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2020, ISBN: 978-3-451-38691-6

Neuaufbruch und Neuorganisation sind wichtige Schlagworte in kirchlichen Entwicklungsprozessen der Gegenwart. Neben einem organisatorischen Anteil brauchen solche Prozesse allerdings auch ein solides theologisches Fundament. Der erste Band der neuen Reihe »Kirche in Zeiten der Veränderung« bringt deshalb theologische Ansprüche und pastorale Wirklichkeiten in ein Gespräch auf Augenhöhe, um dadurch neu von verschiedenen Perspektiven zu lernen und Antworten auf drängende Fragen der Zeit zu finden.

Mit Beiträgen von Bernd Böttner, Michael Bredeck, Ludger Drebber, Michael N. Ebertz, Tobias Faix, Thomas Frings, Stephan Haering, Christoph Jacobs, Christiane M. Professorin Koch, Stefan Kopp, Andreas Koritensky, Benjamin Krysmann, Annegret Meyer, Florian Mittl, Burkhard Neumann, Klaus Pfeffer, Peter Schallenberg, Rainer Maria Schießler, Teresa Schweighofer, Bertram Stubenrauch, Joachim Werz, Simon Weyringer, Günter Wilhelms, Johannes Wübbe.

Stefan Kopp (Hg.), Macht und Ohnmacht in der Kirche. Wege aus der Krise (Kirche in Zeiten der Veränderung 2. Hg. von Stefan Kopp), Freiburg i. Br. (Herder) 2020, ISBN: 978-3-451-38752-4.

Missbrauchskrise und Vertrauensverlust drängen die Kirche zu einem neuen Nachdenken, für das eine (selbst)kritische Theologie mit einer ehrlichen Analyse bisheriger Denkfiguren und Handlungsmuster unverzichtbar ist. Der Band zeigt auf Basis eines soliden Befunds Wege aus der Krise auf.

Mit Beiträgen von Rüdiger Althaus, Lydia Benecke, Reinhard Bingener, Heinz Blatz, Benjamin Dahlke, Herbert Haslinger, Christoph Jacobs, Stefan Kopp, Andreas Koritensky, Klaus Mertes SJ, Franz Karl Praßl, Nicole Priesching, Peter Schallenberg, Thomas Söding, Thomas Sternberg, Magnus Striet, Wolfgang Weig, Hans Zollner

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