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© Markus Nowak / Bonifatiuswerk
© Markus Nowak / Bonifatiuswerk

Wo Kindern eine Zukunft geschenkt wird

Bei der Caritas Grašu finden Mädchen und Jungen ein neues Zuhause, wenn sich ihre Eltern wegen Sucht oder schwerer Krankheit nicht kümmern können

Es ist ein sonniger, warmer Nachmittag im Caritas-Kinderdorf Grašu, das sich in ländlicher Umgebung im Herzen der lettischen Diaspora befindet. Im Außenbereich der Anlage ist an diesem Tag pure Lebensfreude zu spüren: Während die Jüngsten eifrig an einer Sandburg bauen oder auf den Schaukeln und Rutschen herumtoben, spielen die Jugendlichen auf dem benachbarten Rasen voller Leidenschaft Fußball. Solche unbeschwerten Momente waren für die Kinder und Jugendlichen leider nicht immer selbstverständlich. Sie alle haben leibliche Eltern, die sich jedoch aufgrund von Alkohol- oder Drogenproblemen oder einer schweren Krankheit nicht mehr in der dafür notwendigen Weise um sie kümmern konnten. Im Kinderdorf haben sie ein neues Zuhause gefunden – einen Ort, an dem sie sicher und behütet aufwachsen können.

Geborgenheit, Gemeinschaft und ein Zuhause für Kinder

Der Einrichtungsleiterin Sandra Stade ist es wichtig, dass sich die Kinder geborgen fühlen und christliche Nächstenliebe erfahren. Sie sagt: „Unser Dorf ist das Zuhause von 30 Kindern. Sie können zur Schule gehen und haben hier ihre Freunde. Wir sind kein Ersatz für die leiblichen Eltern, aber die Kinder sind uns wichtig. Wir kümmern uns um sie und geben ihnen Sicherheit.“ Gemeinsam mit zehn weiteren Erzieherinnen sorgt sie für das Wohl der Kinder, die ab dem Alter von zwei Jahren in das Kinderdorf kommen und dort bis zum Schul- beziehungsweise Ausbildungsabschluss bleiben können. Das Team der Erzieherinnen wird durch psychologische und pädagogische Fachkräfte ergänzt.

Das Kinderdorf besteht aus insgesamt fünf Häusern, die liebevolle Namen wie „Kleine Eiche“, „Kleine Esche“, „Ahorn“ oder „Silberweide“ tragen. In den Häusern wachsen die Kinder in familienähnlichen Strukturen auf. Sie spielen, kochen, essen und beten zusammen und können endlich ein normales Leben führen. Gemeinsame Rituale stärken die Gemeinschaft und geben den Kindern Kraft für den Alltag. Kraft für ihren Lebensweg, die auch der Glauben geben kann, der ihnen hier vermittelt wird. Auf dem Gelände des Kinderdorfes befindet sich sogar eine eigene kleine Kapelle. Die Kinder und Jugendlichen gehen auf verschiedene öffentliche Schulen, die sich alle in der Nähe des Kinderdorfes befinden. Der 16-jährige Ragnar lebt seit zwei Jahren in Grašu und fühlt sich dort wohl. Er sagt: „Ich würde es als mein zweites Zuhause bezeichnen. Wir sind hier auf dem Land und haben viel Ruhe und Natur, auch die Schule ist nicht weit. Es fühlt sich für mich halt wie ein Zuhause an.“

Kinderdorf im Jahr 1995 gegründet

Das Caritas-Kinderdorf im lettischen Grašu wurde im Jahr 1995 von katholischen Gläubigen um den Franzosen Christoph Alexandre auf dem Gelände eines ehemaligen Herrenhauses gegründet, das einst von Adligen Deutsch-Balten bewohnt wurde. Heute leben dort 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 17 Jahren, die von mehreren Erzieherinnen liebevoll betreut werden. Darüber hinaus wohnen auf dem Gelände auch fünf junge Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren, die sich gerade in der Ausbildung befinden.

 

Damit die Kinder gemeinsam in familienähnlichen Strukturen aufwachsen können, wurden kleinere Häuser saniert oder neu gebaut.

Zu dem Kinderdorf gehören auch ein großer Garten mit Spielplatz, ein Jugendfreizeithaus, ein Badeteich und eine kleine Kapelle. Sonntags besuchen die Kinder mit den Erzieherinnen außerdem regelmäßig den Gottesdienst in einer der umliegenden Kirchen.

Zweites Zuhause

In dem Caritas-Kinderdorf wächst der Nachwuchs an seinen Erfahrungen. Die Kinder und Jugendlichen lernen, dass das Leben mehr bedeutet als nur die Probleme, die sie früher allzu oft erlebt haben. Die Mädchen und Jungen erhalten die Unterstützung, die sie brauchen, um ihre Träume zu verfolgen. Genau dieses Gefühl von Geborgenheit ist so wichtig für die Kinder, die in das Kinderdorf kommen. Die Einrichtung ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen und wird vom Bonifatiuswerk gefördert. „Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrem Gebet und Ihrer Spende. Damit die jungen Menschen in der lettischen Diaspora weiterhin eine gute und lebensprägende Kindheit verbringen und christliche Nächstenliebe erfahren dürfen“, sagt Sandra Stade.

Spendenkonto:
Bonifatiuswerk der Deutschen Kaholiken e.V.
BIC GENODED1PAX
IBAN DE 70 3706 0193 1050 0030 07

Erstkommunionsaktion des Bonifatiuswerkes 2026

Erstkommunionaktion: Materialien und Jahresthema

Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet Kommunion „Gemeinschaft“. Diese Gemeinschaft mit Jesus Christus und der Gemeinde erfahren Kinder während der Feier der ersten heiligen Kommunion. Sie werden in die Mahlgemeinschaft mit Jesus aufgenommen, ein bedeutendes Ereignis im Leben katholischer Kinder. Bereits seit 1918 unterstützt das Bonifatiuswerk in ganz Deutschland alle Verantwortlichen in den Kirchengemeinden bei der Vorbereitung dieses Tages. Dazu entwickelt der Beirat Religionspädagogik des Hilfswerkes jährlich ein neues Jahresthema mit zahlreichen Begleitmaterialien für die Arbeit in der Katechese.

Leitwort zur Erstkommunionaktion 2026

„Ihr seid meine Freunde!“ – so lautet das Leitwort der Erstkommunionaktion im Jahr 2026. Es geht auf die Worte Jesu im Abendmahlsaal zurück, von denen uns im Johannesevangelium (Kapitel 15, Vers 14) berichtet wird. „Ihr seid meine Freunde!“ – diese Worte sind weit mehr als ein einfacher Ausdruck von Zuneigung. Sie sind Verheißung und Einladung zugleich, uns auf die Gemeinschaft mit Jesus Christus einzulassen und immer wieder neu seine Nähe in unserem Leben zu suchen. In besonderer Weise spüren wir die Freundschaft mit Jesus Christus in der Feier der Eucharistie, in der er selbst in den Gaben von Brot und Wein mitten unter uns ist.

Beispiel-Spendenprojekt zur Erstkommunion-Aktion: das lettische Caritas-Kinderdorf in Grašu

Das Caritas-Kinderdorf im lettischen Grašu ist das Beispielspendenprojekt für die Erstkommunion-Aktion 2026. In dem Kinderdorf finden Mädchen und Jungen ein neues Zuhause, wenn sich ihre Eltern wegen Sucht oder schwerer Krankheit nicht kümmern können. Dort wachsen die Kinder in familienähnlichen Gruppen auf und erhalten Zugang zu Bildung, Betreuung und christlichen Werten. Das Kinderdorf schenkt ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Einrichtungsleiterin Sandra Stade sagt: „Wir sind kein Ersatz für die leiblichen Eltern, aber die Kinder sind uns wichtig. Wir kümmern uns um sie und geben ihnen Sicherheit“

Die Erstkommunionaktion des Bonifatiuswerkes hat eine lange Tradition

Dank der bundesweiten Gaben der Erstkommuni¬onkinder plant das Bonifatiuswerk im laufenden Jahr 2026 gut 1,6 Millionen Euro aus Mitteln der Kinderhilfe an Projekte für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland, Nordeuropa sowie in Lettland und Estland zur Verfügung zu stellen. In Gebieten, in denen katholische Christen in der Minderheit leben, stellt die Glaubensweitergabe an junge Menschen oftmals eine besondere Herausforderung dar. Dort fördert das Bonifatiuswerk mit seiner Kinder- und Jugendhilfe pastorale sowie diakonisch-karitative Projekte und ermöglicht auf vielfältige Weise eine Begegnung im Glauben. Auch religiöse Kinderwochen (RKW), religiöse Vorschulerziehung und Projekte der Schulpastoral sowie katholische Kindertages¬einrichtungen, Kinderhospizdienste und Jugendeinrichtungen werden unterstützt. Durch diese Einrichtungen und Angebote werden den jungen Menschen Lebensperspektiven eröffnet und sie erfahren christliche Werte und was es heißt, füreinander da zu sein. Mehr Informationen zur Erstkommunionaktion unter: www.bonifatiuswerk.de/erstkommunion

Hier befindet sich das Caritas-Kinderdorf Grašu

Caritas-Kinderdorf Grašu

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Ein Beitrag von:
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.

Markus Nowak

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