Was Eltern jetzt wissen sollten: 5 Folgen der aktuellen Kita-Sparpolitik
Wir garantieren als Träger selbstverständlich die Erfüllung unseres gesetzlichen Versorgungsauftrags. Doch da das Land keine Mittel für notwendige Personalreserven („Springerpools“) bereitstellt, fehlt dem System jede „Knautschzone“. Das bedeutet: Wir erfüllen die Quote, aber schon bei normalen Krankheitswellen gerät die Verlässlichkeit der Öffnungszeiten in Gefahr, weil keine Vertretungsreserven finanziert werden.
Um die gesetzlichen Vorgaben trotz der Finanzierungslücke einzuhalten, müssen unsere Teams in den Kitas permanent an ihre Belastungsgrenzen gehen. Die Weigerung der Politik, reale Kosten zu decken, wird auf dem Rücken der Gesundheit unserer Mitarbeitenden ausgetragen.
Dringend nötige Anschaffungen (neue Spielgeräte, Möbel) oder Renovierungen müssen verschoben werden, da die Sachkostenpauschalen von der Inflation aufgefressen wurden und jeder Euro in den Erhalt des laufenden Betriebs fließt.
Während große Verbünde wie die WIR-KITAs noch versuchen, Lasten zu verteilen, droht kleinen Elterninitiativen oder einzelnen Kitas ohne massive kommunale Zuschüsse schlichtweg die Insolvenz.
Eltern brauchen Verlässlichkeit, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Indem die Politik die finanzielle Realität ignoriert und sich auf theoretische Modelle zurückzieht, destabilisiert sie das System. Wir kämpfen jeden Tag für Qualität, aber die Rahmenbedingungen des Landes erschweren es massiv, das notwendige Vertrauen in eine dauerhaft stabile Bildungslandschaft zu rechtfertigen.