Mit dem Entzünden der Wallfahrtskerze beim Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in der Werler Wallfahrtsbasilika eröffnete Abt Dr. Cosmas Hoffmann OSB aus der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede am Freitag, 1. Mai 2026, offiziell die diesjährige Wallfahrtszeit. Im drittgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands füllten mehrere hundert Gottesdienstfeiernde beim festlichen Pontifikalamt die Wallfahrtsbasilika. Bis zum Abschluss der Wallfahrtssaison am Hochfest Allerheiligen mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am 1. November kommen zehntausende Pilgerinnen und Pilger in den berühmten Marienwallfahrtsort des Erzbistums Paderborn. Ausgehend vom diesjährigen Leitwort der Wallfahrtszeit in Werl „Wenn es dir guttut, dann komm!“ rief der Abt der Benediktinerabtei Königsmünster zu einer Haltung des Vertrauens auf.
Das Werler Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ zeige Maria im Sitzen, einer Körperhaltung des zur-Ruhe-kommens, des bei-sich-seins und des Gehalten-seins, erklärte Abt Dr. Cosmas Hoffmann OSB in seiner Predigt. „Damit erinnert sie uns daran, dass sich unsere Seele, wenn wir unruhig sind und Gedanken uns umtreiben, sich setzen muss, damit das Schwere nach unten sinken kann und wir langsam wieder klarer sehen.“ Wer verunsichert und verstört sei, wisse nicht mehr, was und wem er glauben solle, brauche Vertrauen auf andere und auch auf sich, vertiefte der Benediktinerabt. Dabei schenke „Trost“, verstanden als Zutrauen und Vertrauen, Gewissheit, Sicherheit und Glauben, schenke Mut und Zuversicht, mache wieder handlungsfähig.