Inszenierung und innere Haltung
„Wir sind sehr gut im Äußeren, im Erklären, im Rechtfertigen, auch im Inszenieren von Betroffenheit“, mahnte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Umkehr geschehe jedoch innen, nicht außen auf der Bühne. „Äußere Zeichen sind nichts wert, wenn sie nicht einer inneren Haltung entsprechen oder eine innere Haltung anstoßen“, so der Paderborner Erzbischof. Äußere Zeichen des Fastens wie Almosen, Gebet, Fasten könnten zur Inszenierung, zur Selbstdarstellung und Selbstentlastung werden, wichtig sei hingegen, wahrhaftig zu werden: „Vor dir selbst, vor den anderen, vor Gott!“, erklärte Erzbischof Dr. Bentz. „Egal, welche Fastenvorsätze wir uns nehmen. Egal, welche Zeichen wir in dieser österlichen Bußzeit setzen. Die entscheidende Frage wird sein: Machen wir uns auf einen Weg zu mehr Wahrhaftigkeit?“.
„Bedenke Mensch, dass Du Staub bist …“
Nach der Predigt segnete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Asche, mit der mehrere Priester den Gläubigen im Hohen Dom das Aschekreuz spendeten. Mit den Worten „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“ erhielt jede und jeder Gläubige mit der Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz empfing als Erster das Aschekreuz von Dompropst Monsignore Joachim Göbel, bevor der Paderborner Erzbischof dem Dompropst das Kreuz auf die Stirn zeichnete.