Das Jahr 2000 war für viele Menschen weltweit sehr prägend. Markierte es doch den Start in ein neues Jahrtausend. Einigen Priestern aus dem Erzbistum Paderborn bleibt dieses Jahr aus einem anderen Grund in ganz besonderer Erinnerung: Sie empfingen vor 25 Jahren im Hohen Dom zu Paderborn die Priesterweihe.
Während einer kleinen Feierstunde im Anschluss an einen Gottesdienst im Bischofshaus am Kamp würdigte der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Jubilare und gratulierte ihnen herzlich zum Silbernen Priesterjubiläum.
In familiärer Atmosphäre tauschten die Gäste ihre persönlichen Erinnerungen aus, diskutierten aber auch die aktuellen Herausforderungen in einer Gesellschaft, die augenscheinlich zunehmend orientierungslos agiert.
In seiner Predigt während der Heiligen Messe zitierte Dr. Udo Markus Bentz den jüngst verstorbenen Papst Franziskus, der wenige Monate vor seinem Tod sagte: „Solange es in den Büchern bleibt, ist das Leben immer einfach, aber inmitten der Winde und Wellen des Alltags ist es etwas ganz anderes.“ Damit habe er recht gehabt, so der Erzbischof: „Das Leben eines Gesandten Gottes ist kein Ponyhof, auch das Leben von uns nicht. Und eine „Spiritualität zur priesterlichen Existenz“ ist niemals abstrakt, immer konkret. Im Umgang mit Menschen macht man sich immer die Hände schmutzig und versagt auch als „Gesandter“. Und das ist es doch, was Sie in diesen 25 Jahren erfahren haben: Für die Menschen da sein, für die Anderen, und dadurch zu Gott. In einer immer weiter wachsenden säkularen Diaspora. Mit Höhen und Tiefen.“
Vielfältiges Erzbistum
Angesichts der zahlreichen Herausforderungen aber auch Anfeindungen, denen sich Priester mitunter im Alltag ausgesetzt sehen, sei es umso wichtiger, um Vertrauen zu werben und dieses nachhaltig aufzubauen.
„Auf Vertrauen baut alles auf – unser Vertrauen in Gott, das Vertrauen der Menschen zu uns und unserem Wirken, das Vertrauen von uns in die Menschen, das Vertrauen in die Kirche“, machte Dr. Udo Markus Bentz den Jubilaren Mut, ihrer Tätigkeit auch zukünftig mit großem Engagement nachzugehen.
Im gegenseitigen Austausch profitieren die Priester von ihren individuellen Erfahrungen im Erzbistum, das allein aufgrund seiner räumlichen Ausdehnung sehr vielfältig ist. So sind die Erwartungen der Menschen in den Metropolen des östlichen Ruhrgebietes, wie Dortmund, gänzlich anders, als im eher dörflich geprägten Sauerland.
Und so war die Jubiläumsfeier gleichzeitig ein anlassbezogenes Netzwerktreffen in kleinem Rahmen.