- Gute Bindung statt wechselndes Personal: Da das Land die Öffnungszeiten der Kitas in Kernzeiten und Randzeiten aufteilen will, wird befürchtet, dass dies zu ständig wechselnde Ansprechpersonen für die Kinder und somit zu einem Bindungsverlust führe.
- Zeit für Gespräche: Die wichtigen Gespräche zwischen „Tür und Angel“ beim Bringen und Abholen sind wichtig und würden durch die neuen Zeitregeln im Gesetzesentwurf sehr wahrscheinlich entfallen.
- Kitas in der Nähe: Aufgrund von Geldmangel drohe besonders kleinen Kitas das Aus. Dabei sind sie gerade in den Dörfern und Stadtteilen ein ganz bedeutsamer Treffpunkt.
- Bildung statt nur Betreuung: Durch den neuen Gesetzesentwurf könnte die pädagogische Qualität in den Einrichtungen erheblich leiden. Die Kindertagesstätte ist viel mehr ist als nur ein Ort, an dem Kinder gut aufgehoben sind. Hier werden Werte vermittelt und die Kinder gefördert, um ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.
Steigende Kosten und stille Protestaktion der KiTas
Als weiteres Problem wurde auf die stetig steigenden Kosten für Energie sowie für Reparaturen, die Instandhaltung der Gebäude und die Ausstattungen hingewiesen.
Die Zuschüsse des Landes reichten bei weitem nicht aus, um die wirklichen Kosten abzudecken. Rund 80 Personen nahmen an der Protestaktion der vier katholischen KiTen in der Pfarrei Heiliger Martin in Schloss Neuhaus teil. Jedes der fünf Plakate wurde mit erläuternden Texten präsentiert. Anschließend schwiegen die Teilnehmenden als Zeichen des Protests 30 Sekunden lang. Statt des sonst in den KiTen üblichen lauten und fröhlichen Stimmengewirrs zeigten die Mitwirkenden eindrucksvoll, wie kraftvoll Stille sein kann und machten deutlich, dass die Pläne der NRW-Landesregierung für sie keineswegs akzeptabel sind.