Die Hallenberger Osternacht ist ein Brauch, der seit der Zeit des Barocks annähernd unverändert geblieben ist. Mit Lärm und Licht wird das schmerzvolle Dunkel der Passion Christi vertrieben. Es ist eine Tradition, die aus ursprünglich heidnischem Brauchtum hervorging. Für die Hallenberger Heribert Knecht und Georg Glade ist klar: Wenn sie mit der Osternacht durch ihre Stadt ziehen, dann wird die Freude der Auferstehung, die Freude des Osterfestes für sie gegenwärtig. Das Fest ohne diesen Lichterzug zu feiern, ist für sie unvorstellbar.
Die Hallenberger Osternacht ist laut, mag auch skurril wirken und lockt daher jedes Jahr viele Schaulustige an. Für viele Bewohner in Hallenberg ist sie vor allem eines: Ausdruck ihres Glaubens. Doch woher stammt solches Brauchtum und was für eine Bedeutung hat es für unser Glaubensleben. Dazu haben wir mit Jun.-Prof. Dr. Matthias Daufratshofer gesprochen. Er ist seit 2025 Lehrstuhlinhaber für Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Bistumsgeschichte an der Theologischen Fakultät in Paderborn.