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© Besim Mazhiqi
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Tiefe Gotteserfahrung gibt es auch für uns

Erstes Jahresgedächtnis für Paul Josef Kardinal Cordes

Zum ersten Mal jährte sich der Todestag von Paul Josef Kardinal Cordes. Am Sonntag, 16. März 2025, feierten die Gläubigen in seiner Heimatgemeinde Kirchhundem (Sauerland) in einer Heiligen Messe unter der Leitung von Weihbischof em. Hubert Berenbrinker das Jahresgedächtnis.

Paul Josef Kardinal Cordes verstarb am 15. März 2024 im Alter von 89 Jahren in Rom. Nachdem im Paderborner Dom ein feierliches Requiem gefeiert worden war, fand der Verstorbene genau eine Woche nach seinem Tod im linken Seitenaltar der Pfarrkirche St. Peter und Paul Kirchhundem, wo er getauft wurde und wo er seine Erstkommunion empfing, seine letzte Ruhestätte.

Weihbischof Hubert Berenbrinker zitierte aus Cordes „Geistlichem Testament“: „Gottes Handeln im Gang der Dinge auszumachen, es festzuhalten und dankend zu bekunden“, habe dieser zeitlebens als seine Aufgabe angesehen. „Danken wir es ihm“, betonte Weihbischof Berenbrinker, der „Augenblicke tiefer Gotteserfahrung“ in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte. Dazu zählten Erlebnisse der Apostel Petrus, Jakobus und Johannes. Ebenso thematisierte Weihbischof Berenbrinker Erlebnisse, von denen der Apostel Paulus berichtet, und auch Erlebnisse der heiligen Teresa von Avila, des Naturwissenschaftlers Blaise Pascal oder des Journalisten André Frossard, der „als glaubensloser Spötter in die Kirche hineingegangen und als gläubiger Katholik hinausgekommen sei“.

Tiefe persönliche Gottesbeziehung

Weihbischof Berenbrinker kennt Paul Josef Cordes aus seiner Schulzeit am Gymnasium Clementinum in Bad Driburg. Damals, unmittelbar nach seiner Priesterweihe, war dieser dort als Präfekt tätig. Er sei es auch gewesen, der von den Erfahrungen Frossards erzählt habe. „Tiefe Gotteserfahrung gibt es auch für uns, wenn auch nicht ganz so spektakulär“, unterstrich Berenbrinker. „Noch heute bin ich Paul Josef Cordes dankbar, dass er uns ermutigte, uns um eine tiefe persönliche Gottesbeziehung zu bemühen und darum zu beten.“

Der 1934 geborene Paul Josef Cordes studierte Theologie in Paderborn und Lyon. Er empfing 1961 in Paderborn die Priesterweihe und 1976 die Bischofsweihe. Anfang der 1980er Jahre führte ihn sein Weg nach Rom. 1995 erfolgte seine Ernennung zum Erzbischof und zum Präsidenten des Päpstlichen Rates „Cor Unum“. Papst Benedikt XVI. berief ihn 2007 ins Kardinalskollegium. 2010 trat Kardinal Cordes altersbedingt von seinen Ämtern zurück.

„Sterben ist nicht das Ende."

Ortspfarrer Heinrich Schmidt hieß neben Angehörigen der Familie Cordes sowie den Gemeindemitgliedern und Vertretenden der örtlichen Gremien auch Seminaristen des Erzbischöflichen Missionarischen Seminars der Erzdiözese Köln willkommen, die den Gottesdienst mitgestalteten. Aus Rom und aus Bergamo Mitglieder der Hausgemeinschaft von Cordes angereist.

An den Schluss seiner Begrüßung stellte Pfarrer Schmidt Worte des jungen Weihbischofs Paul Josef Cordes: „Sterben ist nicht das Ende. Bindung an Christus wirkt ewiges Leben für dich, für mich, für uns alle.“

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte man sich am Grab von Paul Josef Kardinal Cordes im Seitenschiff in der Nähe einer von ihm anlässlich seiner Erhebung in den Kardinalsstand gestifteten Loreto-Madonna.

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