Professor Langenfeld, Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft, verdeutlichte in seinem Vortrag zu dem Thema „Ist der Mensch am Ende?“ die zunehmende Schwierigkeit, zwischen den Fähigkeiten und Leistungen Künstlicher Intelligenz (KI) und jener von Menschen zu unterscheiden. Professor Langenfeld stellte verschiedene Einsatzfelder Künstlicher Intelligenz vor und diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern, ob sie selbst den Leistungen Künstlicher Intelligenz vertrauen würden oder besser einem menschlichen Experten. KI reagiere, werte etwas aus – ohne Verstehen. Aus der Perspektive der christlichen Anthropologie ist in jedem Fall zu bedenken, wieviel Freude es macht, selbst zu handeln und kreativ zu sein.
In dem sich anschließenden Vortrag „Das Christentum im Verhältnis zu den anderen Weltreligionen“ diskutierte Professor Irlenborn, Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik, die philosophischen und theologischen Herausforderungen religiöser Pluralität aus christlicher Perspektive. Dabei erläuterte er die unterschiedlichen Modelle des Exklusivismus, Inklusivismus, Pluralismus und der Komparativen Theologie und zeigte insbesondere auf, wie die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil – dem Inklusivismus folgend – andere Religionen als Träger von Wahrheitselementen versteht. Zudem sprach er mit den Schülerinnen und Schülern über die Spannungen zwischen religiösen Wahrheitsansprüchen und der Frage nach Toleranz in pluralen Gesellschaften.