Rund 100 gespannte Gesichter blickten am Mittwochabend dem Journalisten Robin Alexander entgegen, als er in der Katholischen Hochschulgemeinde aus seinem Bestseller „Letzte Chance für die Demokratie?“ las. In rund Eindreiviertel Stunden gab er den Studierenden Einblicke in politische Hintergründe der jüngeren Zeit.
Verbindung von Lesung und geistlichem Impuls
Zu Beginn des Abends feierten die Anwesenden eine Heilige Messe, an der auch der Journalist teilnahm. Im anschließenden Gespräch im Saal der Hochschulgemeinde ging es neben Passagen aus dem Buch auch um die katholische Prägung des Autors. Studierendenpfarrer Dr. Simon Schwamborn sprach mit Alexander über die Entfremdung der CDU von der Kirche und über die Entwicklung der politischen Landschaft.
Blick auf politische Mitte und Konsensfähigkeit
Alexander erklärte, dass eine gute Politik unterschiedliche Blickwinkel und Interessen ausbalancieren müsse. Ein intelligenter Ausgleich stelle zugleich eine gute Lösung für gesellschaftliche Herausforderungen dar. Er betonte: „Die Qualität unseres demokratischen Systems liegt darin, dass im Kampf um das Narrativ glaubhaft vermittelt werden muss, dass man die besseren Lösungen hat“. Gleichzeitig sei die Fähigkeit zum Konsens entscheidend, um zu Ergebnissen zu kommen. Das Gespräch machte deutlich, dass die politische Mitte unter Druck gerät, wenn politische Ränder stärker werden.
Interesse am persönlichen Arbeitsstil
Im abschließenden Frageteil zeigten die Studierenden großes Interesse an inhaltlichen Aspekten und an der Arbeitsweise des Journalisten. Alexander gab gerne Einblicke, bevor der Abend mit der Gelegenheit endete, Bücher zu erwerben und signieren zu lassen.