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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Ostern ist Empowerment zum Leben

Ostersonntag: Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feiert Oster-Pontifikalamt im Hohen Dom / Päpstlicher Segen / Abschluss des Österlichen Triduum

„Das Verlangen nach Sinn ist keine Illusion und keine religiöse Fiktion. Das Verlangen nach Sinn ist das, was uns leben lässt!“, bekräftigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Ostersonntag, 5. April 2026, im Hohen Dom zu Paderborn. Ostern sei ein geistliches Empowerment zum Leben und zeige, „Gottes ‚Ja‘ zum Leben ist stärker als alles ‚Nein‘ von uns Menschen, das am Leben zerrt und hindert, Leben zerstört und verkümmern lässt“, unterstrich der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. Während des Österlichen Triduum gedenken Christen der heiligen drei Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu. Das Pontifikalamt wurde aus dem Paderborner Dom live übertragen und ermöglichte Menschen im ganzen Erzbistum und darüber hinaus am Bildschirm teilzunehmen.

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feierte im Hohen Dom zu Paderborn mit zahlreichen Gläubigen am Ostersonntag ein festliches Pontifikalamt.

„Ostern ist ein geistliches Empowerment zum Leben. Ostern bedeutet, dass mit den Tatsachen der Welt, des Hier und Jetzt, noch nicht alles abgetan ist“, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Predigt. Ostern bestreite dem Tod das letzte Wort und das letzte Recht. „Es gibt über den Tod hinaus ein Verlangen nach Gerechtigkeit, die wir hier und jetzt nicht erreichen. Es gibt über den Tod hinaus eine Hoffnung auf letztgültige Wahrheit und Aufrichtigkeit. Es gibt über den Tod hinaus einen Frieden, der durch nichts und niemand mehr angegriffen werden kann. Es gibt über den Tod hinaus eine Vollendung der Liebe, nach der wir uns ‚ewig‘ sehnen“, vertiefte Erzbischof Dr. Bentz.

Die Auferstehung Jesu schenke die Kraft und den Mut, selbst aufzustehen und nicht am Boden der Enttäuschung und der Frustration liegen zu bleiben, entfaltete der Paderborner Erzbischof und konkretisierte: „Wie sehr brauchen wir dieses Empowerment von Christus her als Kirche von Paderborn nach den zurückliegenden Wochen!“

Leben wächst

Ostern stehe für eine Kultur zum Leben, nicht für eine Kultur des Todes, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Inmitten von Krisen sei das Leben zu entdecken, entstehe eine Lust am Leben, statt Angst vor dem Tod. Ein Leben mit dem Auferstandenen schaffe Neues, Freiheit, echtes Leben. Ostern sei zwar leise, aber wirksam, schenke Hoffnung in aller Unsicherheit. Zugleich sei deutlich, dass es ein Ostern ohne den Karfreitag nicht gebe.

Konkrete Erfahrungen des Auferstandenen seien möglich, rief Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Gläubigen zu. „Wenn ich erlebe, wie sinnstiftend es ist, sich zu engagieren und einzusetzen für den Anderen, auch wenn mich das fordert. Wenn zaghaft, aber spürbar Versöhnung möglich wird, weil ich den Mut habe, über meinen eigenen Schatten zu springen. Wenn ich etwas loslassen und hinter mir lassen kann und sich ein neues Gefühl von Freiheit einstellt. Wenn ich erkenne, dass Lüge Beziehung zerstört, Wahrhaftigkeit aber zum Leben führt.“

Geschmack am ewigen, österlichen Leben

Zum Abschluss seiner Predigt betonte der Paderborner Erzbischof: „Konkrete Augenblicke von pulsierendem Leben geben uns eine Vorstellung von der unsagbaren Wirklichkeit des österlichen, ewigen Lebens des Auferstandenen!“ Die Hoffnung auf Auferstehung ermögliche – schon hier –, Geschmack am ewigen, österlichen Leben zu entdecken. Ostern befreie und befähige „in der Endlichkeit und oft auch Erbärmlichkeit des alltäglichen Lebens“ dem Leben eine Schönheit und Größe abzugewinnen, die an Gottes Ewigkeit rühre. „Ostern: Empowerment zum Leben!“, ermutigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.

Mitwirkende

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zelebrierte den Gottesdienst. Weihbischof Matthias König, Weihbischof em. Hubert Berenbrinker sowie Generalvikar Dr. Michael Bredeck konzelebrierten. Als Diakon wirkte Diakon Björn Kölber.

Solisten der Paderborner Dommusik, Sängerinnen und Sänger des Paderborner Domchores und der Domkantorei sowie das Orchester der Philharmonischen Gesellschaft Paderborn unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Domorganist Tobias Aehlig musizierte an der Orgel des Paderborner Domes. Zur Aufführung kam die Missa brevis in C (KV 259) und „Orgelsolo-Messe“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das Halleluja aus „Messiah“ von Georg Friedrich Händel.

Schwester Judith Beule gebärdete die Texte und Lieder des Gottesdienstes für Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Seit genau einem Jahr wird der Gottesdienst jeweils am ersten Sonntag eines Monats im Hohen Dom sowie an Hochfesten gebärdet.

Päpstlicher Segen

Nach dem Schlussgebet spendete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Gottesdienstteilnehmenden den „Päpstlichen Segen“: „Die heiligen Apostel Petrus und Paulus, auf deren Vollmacht wir vertrauen, mögen für uns beim Herrn Fürsprache einlegen. Gnade und Trost des Heiligen Geistes sowie Beharrlichkeit in guten Werken gewähre euch der allmächtige und barmherzige Herr.“

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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