„Ostern ist ein geistliches Empowerment zum Leben. Ostern bedeutet, dass mit den Tatsachen der Welt, des Hier und Jetzt, noch nicht alles abgetan ist“, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Predigt. Ostern bestreite dem Tod das letzte Wort und das letzte Recht. „Es gibt über den Tod hinaus ein Verlangen nach Gerechtigkeit, die wir hier und jetzt nicht erreichen. Es gibt über den Tod hinaus eine Hoffnung auf letztgültige Wahrheit und Aufrichtigkeit. Es gibt über den Tod hinaus einen Frieden, der durch nichts und niemand mehr angegriffen werden kann. Es gibt über den Tod hinaus eine Vollendung der Liebe, nach der wir uns ‚ewig‘ sehnen“, vertiefte Erzbischof Dr. Bentz.
Die Auferstehung Jesu schenke die Kraft und den Mut, selbst aufzustehen und nicht am Boden der Enttäuschung und der Frustration liegen zu bleiben, entfaltete der Paderborner Erzbischof und konkretisierte: „Wie sehr brauchen wir dieses Empowerment von Christus her als Kirche von Paderborn nach den zurückliegenden Wochen!“
Leben wächst
Ostern stehe für eine Kultur zum Leben, nicht für eine Kultur des Todes, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Inmitten von Krisen sei das Leben zu entdecken, entstehe eine Lust am Leben, statt Angst vor dem Tod. Ein Leben mit dem Auferstandenen schaffe Neues, Freiheit, echtes Leben. Ostern sei zwar leise, aber wirksam, schenke Hoffnung in aller Unsicherheit. Zugleich sei deutlich, dass es ein Ostern ohne den Karfreitag nicht gebe.