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„Nachfolge Jesu beginnt mit den kleinen, alltäglichen Schritten“

Erzbischof Marin Bari_ic, Erzbischof von Split-Makarska in Kroatien, feierte Pontifikalamt am Libori-Dienstag

Pontifikalamt mit Erzbischof Barisic
Die „Nachfolge Jesu beginnt mit den kleinen, alltäglichen Schritten“, sagte Erzbischof Marin Bari_ic in seiner Predigt.pdp/Lena Reiher
Der Erzbischof der in Kroatien gelegenen Erzdiözese Split-Makarska, Erzbischof Marin Bari_ic, feierte am Libori-Dienstag das Pontifikalamt um 9 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn. In seiner Predigt stellte Erzbischof Bari_ic heraus, wie Christen sich heute ganz konkret ein Beispiel am Handeln Jesu nehmen können: „Wenn Jesus nicht in unserem Herzen ist, dann kann jeder von uns ganz leicht zum Verräter werden. Nachfolge ist etwas, das wir von Tag zu Tag üben müssen. Nachfolge Jesu beginnt mit den kleinen, alltäglichen Schritten.“

Zur Nachfolge Jesu gehöre, auf jede Form von Macht zu verzichten, so Erzbischof Bari_ic. Jeder habe zwar seine Rolle in Familie, Beruf oder Kirche, was bedeute, Verantwortung zu übernehmen. Jesus sei nicht gegen diese Rollen, aber er fordere, dass wir sie als einen Dienst am Nächsten ausüben. „Wer hingegen nach Macht strebt, versucht das oft zu verstecken, und stellt sich selbst als Wohltäter dar. Aber das ist nur Anschein. Es geht ihm nicht um den anderen Menschen“, so der Erzbischof weiter.

Erzbischof Marin Bari_ic
Erzbischof Marin Bari_ic stand dem Pontifikalamt am Libori-Dienstag im Hohen Dom vor.pdp/Lena Reiher
Jesus habe schon in seiner Zeit bewiesen, „was dem anderen dienen konkret bedeutet.“ Beim Letzten Abendmahl habe er den Jüngern die Füße gewaschen, eine ganz einfache, schlichte Geste, so Erzbischof Bari_ic. „Aber sie zeigt, was im Herzen Jesu ist: seine Demut, seine Hingabe ohne Vorbehalt, seine Liebe für den Menschen. Und Jesus gibt uns noch eine weitere Geste, ein Sakrament, ein heiliges Zeichen, das dies alles ausdrückt: die Allerheiligste Eucharistie.“

Erzbischof Bari_ic ist überzeugt, wenn wir „zu Menschen der Eucharistie“ würden, dann legten wir alles Streben nach Macht ab, dann würden wir demütig vor Gott und aufmerksam für die Nöte der Mitmenschen. „Dann dominieren wir nicht, sondern dienen, weil uns die Liebe Christi erfüllt.“

Konzelebranten der Weltkirche
Gemeinsam mit Erzbischof Hans-Josef Becker und weiteren Konzelebranten aus der Weltkirche wurde das Pontifikalamt gefeiert.pdp/Lena Reiher
Die Heiligen seien dabei unser bestes Vorbild, deutlich zeige uns dies der heilige Liborius. „Vor vielen Jahrhunderten lebte er in Frankreich, heute aber wirkt und lebt er sowohl in der Kirche von Paderborn als auch in der Weltkirche, in Kroatien, Polen und sogar in Asien, Afrika und Südamerika“, erläuterte Erzbischof Bari_ic.  „Möge uns das Beispiel und die Fürsprache des heiligen Liborius von jeder Entfremdung und jedem Streben nach Vorrang befreien und uns die Gnade schenken, in Demut und Liebe zu unseren Mitmenschen zu wachsen, so wie es uns Jesus Christus gezeigt hat. Heiliger Liborius, hilf uns, Christen zu sein“, sagte der Erzbischof zum Abschluss seiner Predigt.

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