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© Ulrich Melzer/ESG Bielefeld
© Ulrich Melzer/ESG Bielefeld

„Miteinander ins Gespräch kommen“

Eine interreligiöse Podiumsdiskussion an der Universität Bielefeld

Krieg, Gewalt und das Friedenspotenzial von Religionen – zu diesen Themen tauschten sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter aus Theologie, Praxis und der interdisziplinären Konflikt- und Gewaltforschung innerhalb einer interreligiösen Podiumsdiskussion an der Universität Bielefeld aus. Mit dabei waren Dr. Lukas Wiesenhütter (katholischer Theologe an der Universität Bonn), Prof. Çefli Ademi (Islamischer Theologe an der Universität Münster), Zeynep Demir (Psychologin, interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Uni Bielefeld) und Paul Yuval Adam (Kantor in der jüd. Kultusgemeinde in Bielefeld). Organisiert wurde die Veranstaltung vom „Café Abraham Bielefeld“ – ein interreligiöses Dialogformat der religiösen Hochschulgruppen in Bielefeld. Dazu gehören die Evangelische Studierendengemeinde (ESG), die Deutschsprachige Muslimische Studierendenvereinigung (DMS) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) in Bielefeld.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung, in der Ulrich Melzer (Studierendenpfarrer der ESG, Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld) und Lars Hofnagel (Studierendenpfarrer der KHG) an die Entstehung der UNESCO und das Jubiläum der Konzilserklärung „Nostra Aetate“ erinnerten und die Aufgabe eines jeden Menschen, für Frieden einzustehen, in den Fokus rückten, hielten die Diskutierenden jeweils ein kurzes Eingangsstatement. Der grundsätzliche Eindruck: Religionen würden in der Amivalenz leben, sowohl gewaltverherrlichende als auch friedensstiftende Momente abzubilden, insbesondere in den heiligen Schriften. Aus Sicht der Konfliktforscherin seien Religionen weder ausschließlich kriegstreiberisch oder friedensstiftend, aber sie könnten als Ressource verstanden werden, sodass Friedensbildung in ihnen ein zentrales Anliegen sei. Letztlich liege es vor allem auch in den Händen der Menschen heute, die Friedensbotschaften ernst zu nehmen und für ein friedvolles Miteinander zu sorgen.

Schnell verdeutlichte sich, welche Chancen in der gegenseitigen respektvollen Würdigung der jeweils anderen Religionen liegen. „Wir versuchen genau diese respektvolle Würdigung in dem Café Abraham zu leben“, sagt Hanna Hartmann, Referentin in der KHG Bielefeld und Mitveranstalterin des Abends. „Es geht darum, Vorurteile abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen, so können wir unseren Teil dazu beitragen, ein friedvolles, religiöses Miteinander zu leben“, sagt Leontina Musliju, eine der Vorstandsvorsitzenden der DMS und ebenfalls Mitveranstalterin des Abends. Mit ca. Rund 80 Gäste verfolgten die Podiumsdiskussion im Publikum.

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