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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Mit der „Trösterin der Betrübten“ verbunden

Erzbischof Becker erneuert Weihe des Erzbistums Paderborn an Gottesmutter am 10. Mai 2020 / Live-Übertragung

Die Corona-Pandemie „durchkreuzt“ derzeit viele Planungen und Termine des neuen Wallfahrtsteams in Werl: So auch die traditionelle Eröffnung der Wallfahrtssaison 2020 in Werl am 1. Mai, die sonst immer mit einem Pontifikalamt in der mit hunderten Wallfahrern übervollen Wallfahrtsbasilika begangen wird, aber in diesem Jahr so nicht stattfinden wird. Allerdings werden trotz der Pandemie erstmals am Freitag, 1. Mai 2020, beim Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in der Wallfahrtsbasilika unter strenger Einhaltung der allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregelungen Gottesdienste gefeiert. Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best schaut zudem freudig voraus auf den 10. Mai 2020: Dann wird Erzbischof Hans-Josef Becker um 10 Uhr einen Gottesdienst feiern, in dem er die diesjährige Wallfahrtskerze entzündet und die Weihe des Erzbistums Paderborn an die Gottesmutter erneuert. Eine Mitfeier dieses besonderen Gottesdienstes mit dem Paderborner Erzbischof in Werl ist möglich – auch durch eine Live-Übertragung im Internet.

Erzbischof Hans-Josef Becker wird am 10. Mai 2020 im Wallfahrtsort Werl die Weihe des Erzbistums Paderborn an die Gottesmutter Maria erneuern. Dabei wird er auch die diesjährige Wallfahrtskerze entzünden. Erzbischof Hans-Josef Becker und Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best freuen sich darauf. Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Marienweihe des Erzbistums Paderborn am 10. Mai 2020

Alle drei Jahre gibt es für Erzbischof Hans-Josef Becker einen ganz speziellen Anlass für seinen Besuch in der Werler Wallfahrtsbasilika: Er vertraut dann in einer Marienweihe das Erzbistum Paderborn und die darin lebenden Menschen der Fürsprache Mariens an. Nach 2011, 2014 und 2017 steht dieser Termin auch 2020 wieder auf dem Programm: Der Paderborner Oberhirte wird am Sonntag, 10. Mai 2020, um 10 Uhr in der Wallfahrtsbasilika die heilige Messe feiern, zu Beginn die diesjährige Wallfahrtskerze entzünden und vor dem Schluss-Segen das Erzbistum Paderborn Maria, der Trösterin der Betrübten, anvertrauen.

Marienweihe als Zuspruch und Ermutigung

„Das Erzbistum Paderborn der Fürsprache der Gottesmutter anzuvertrauen und gemeinsam mit ihr um den Segen Gottes zu bitten, das ist eine gute und lebendige Tradition in unserer Erzdiözese“, sagt Erzbischof Hans-Josef Becker. Insbesondere während der belastenden Zeit der Corona-Pandemie sei diese Erneuerung der Marienweihe des Erzbistums ein Zuspruch und Ermutigung für die Menschen. „Die Marienweihe ist in der gegenwärtigen Corona-Pandemie sicherlich für viele ein Anliegen mit großer symbolischer Bedeutung“, sagt Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best.

Mitfeier des Gottesdienstes auch via Live-Stream

Ab dem 1. Mai 2020 dürfen Gottesdienste wieder öffentlich gefeiert werden. Und so ist auch eine Mitfeier des Gottesdienstes mit dem Paderborner Erzbischof unter strenger Einhaltung der allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregelungen möglich. Eine Gottesdienstteilnahme ist zudem per Live-Stream möglich: Der für das ganze Erzbistum Paderborn bedeutsame Gottesdienst wird live aus der Wallfahrtsbasilika übertragen und kann über das Internet von Gläubigen verfolgt und mitgefeiert werden. Ein Zugang zum Live-Stream wird über die Homepage des Erzbistums Paderborn www.erzbistum-paderborn.de, die Homepage der Wallfahrt in Werl www.wallfahrt-werl.de sowie über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums Paderborn möglich sein.

„Wir sind dankbar, dass dieser besondere Gottesdienst als Live-Stream in die Erzdiözese Paderborn und auch darüber hinaus in die ganze Welt geht. So ist es auch möglich, dass jene, die aus Alters- oder Vorsichtsgründen nicht persönlich nach Werl kommen können, mit dabei sind“, sagt Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best. Es sei wertvoll, dass durch die Erneuerung der Marienweihe der Erzdiözese die Marienverehrung im Hauptwallfahrtsort des Erzbistums Paderborn auch überregional einem besonderen Akzent erhalte. Er freue sich mit den vielen Menschen, die sich in der Erzdiözese Paderborn und weit darüber hinaus mit der „Trösterin der Betrübten“ in Werl verbunden fühlen, unterstreicht Wallfahrtsleiter Dr. Best. „Gut, dass alle durch den Live-Stream wenigstens virtuell gemeinsam in einem Gottesdienst verbunden werden.“

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Das Gnadenbild "Maria - Trösterin der Betrübten"

Öffentliche Gottesdienste ab 1. Mai 2020

„Ab Freitag, 1. Mai 2020, werden in der Wallfahrtsbasilika unter strenger Einhaltung der allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregelungen alle Gottesdienste wieder öffentlich gefeiert“, sagt Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best. Dabei wird die bekannte Gottesdienstordnung angewendet: An Sonn- und Feiertagen wird jeweils um 7 Uhr, 8.30 Uhr und 10 Uhr eine heilige Messe gefeiert und findet um 18 eine Vesper oder Andacht im Wechsel statt. An den Wochentagen wird um 10 Uhr die heilige Messe gefeiert sowie im Monat Mai täglich um 18 Uhr eine Marienfeier begangen.

Regelungen in Werl für Gottesdienste mit Gemeinde

Wallfahrtsleiter Dr. Best konkretisiert die Regelungen, unter deren Beachtung Gottesdienste ab dem 1. Mai wieder gefeiert werden: „Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsflächen können in der Wallfahrtsbasilika 100 Sitzplätze genutzt werden. Diese sind gut erkennbar farbig markiert. An anderen Stellen ist ein Aufenthalt während der Gottesdienste nicht gestattet. Als Eingang dient ausschließlich die ‚Heilige Pforte‘ auf dem Kreuzwegplatz. Sobald die höchstmögliche Anzahl der Plätze in der Wallfahrtsbasilika besetzt ist, stehen in der Alten Wallfahrtskirche weitere 35 Sitzplätze, auf dem Vorplatz der Basilika weitere 20 und bei gutem Wetter auf dem Kreuzwegplatz ebenfalls weitere Sitzplätze zur Verfügung. Zum Verlassen der Kirche, bei dem ebenfalls die Abstandsregelungen zu beachten sind, dienen alle Portale.“ Für jeden Gottesdienst gebe es ein eigenes Liedblatt, das Gotteslob werde nicht benötigt. Statt der zur Gabenbereitung sonst üblichen Kollege werde eine Türkollekte beim Verlassen der Kirche gehalten. Die heilige Kommunion werde den Mitfeiernden am Platz gereicht, die Mundkommunion sei nicht möglich.

Wallfahrtskirche geöffnet

Jederzeit, auch unabhängig von Gottesdiensten und Gebetszeiten, seien Wallfahrer und Pilger beim in Werl verehrten Gnadenbild willkommen, um auch in belasteten und schweren Zeiten zu erfahren, was im Leitwort der Wallfahrtssaison 2020 in Werl ausgesagt ist: „Ich bin da, wo du bist.“, sagt Wallfahrtsleiter Dr. Best. Die Wallfahrtsbasilika ist täglich von 8 bis 19.30 Uhr für das persönliche Gebet geöffnet.

Große Wallfahrten im Mai abgesagt

„Weil alle Großveranstaltungen gesetzlich bis zum 31. August 2020 nicht erlaubt sind, können die für den Monat Mai geplanten großen Wallfahrten, nicht stattfinden“, informiert Wallfahrtsleiter Dr. Best.

Marienwallfahrt Werl

Vor über 350 Jahren, im Jahr 1661, gelangte durch die Vermittlung des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Maximilian Heinrich das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ nach Werl. Zuvor war es in der seit der Reformation evangelischen Kirche St. Maria zur Wiese in Soest verehrt worden. Damit begann in Werl die bis heute lebendige Marienwallfahrt. Werl ist einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Bundesrepublik. Die Werler Madonna zählt zu den schönsten Mariendarstellungen Europas. Unter Papst Pius X. wurde das Gnadenbild 1911 gekrönt. Die Krone ist ein kostbares Schmuckstück, das die Madonna lediglich zu hohen Feiertagen trägt.

Traditionell wird jährlich am 1. Mai die Wallfahrtszeit zum Werler Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“, das in der Wallfahrtsbasilika verehrt wird, eröffnet. Bis zum Abschluss der Wallfahrtssaison am Hochfest Allerheiligen (1. November) kommen rund 100.000 Menschen als Pilger in den bekannten Marienwallfahrtsort des Erzbistums Paderborn. Im Jahr 2011, als das 350-jährige Jubiläum der Wallfahrt zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ begangen wurde, waren rund 200.000 Wallfahrer in den Marienwallfahrtsort gekommen: Pilger aus dem ganzen Erzbistum Paderborn und darüber hinaus hatten an zahlreichen Pilgermessen, Pilgerandachten und Lichterprozessionen im Jubiläumsjahr teilgenommen.

170 Jahre lang hat der Franziskanerorden die Wallfahrt in Werl betreut. Am 1. September 2019 wurden die Franziskaner von Erzbischof Hans-Josef Becker aus dem Marienwallfahrtsort verabschiedet und zugleich wurde vom Paderborner Erzbischof ein diözesanes Wallfahrtsteam eingeführt, das die Seelsorge für die Wallfahrer zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ übernimmt.

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