logocontainer-upper
logocontainer-lower

Meinen Glauben gern öffentlich machen

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Christin Brüning, Theologie-Studentin aus Paderborn

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn, um die Vielfalt der engagierten Menschen abzubilden. Einzige Vorgabe der Zusammenkunft: Das Treffen endet, sobald die Kaffeebecher geleert sind. Diesmal haben wir uns mit Christin Brüning (26) getroffen, die an der Katholischen Hochschule Paderborn (KatHo) angewandte Theologie studiert. Sie nutzt persönliche Gespräche und Social Media, um ihren Glauben öffentlich zu machen.

„Mit 14 fing es bei mir erst richtig an“, denkt Christin Brüning an ein einschneidendes Erlebnis zurück, mit dem ihre Beziehung zum Glauben und zu Gott nachhaltig positiv beeinflusst und gestärkt wurde. In ihrer Heimatstadt Neunkirchen im Münsterland wurde in der Realschule ein Musical der Emmanuel School of Mission aufgeführt. „Das hat mich absolut fasziniert und bin dann – gemeinsam mit meiner Mutter – einer Einladung zur Gemeinschaft Emmanuel nach Altötting gefolgt“, erinnert sich Christin Brüning, die mittlerweile im 6. Semester an der katholischen Hochschule in Paderborn studiert.

Eine bewusste Entscheidung zum Glauben

Es sei ein schöner Aufenthalt in Altötting gewesen, bei dem sie als Teenager in einer guten Atmosphäre viele Gleichaltrige auch aus anderen Ländern kennengelernt habe. Beim „Abend der Barmherzigkeit“ – vergleichbar mit Nightfever im Erzbistum Paderborn – sei im Gebet vor dem Allerheiligsten ihre bewusste Entscheidung zum Glauben gefallen. Christin Brüning: „In diesem Moment habe ich mich Gott richtig geöffnet, wie wenn Gott mich durchschaut hätte. Und ich fühlte mich angenommen. Es war für mich sehr bewegend und habe sogar geweint.“

Für sie als Jugendliche sei es wie ein Neubeginn gewesen. „Ich fange jetzt richtig an mit Gott“, nahm sich Christin Brüning einen Vers aus dem Galater-Brief zum Vorbild: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.“ (Galater 2,20)

Erfahrungen in Augsburg und Salzburg

Der berufliche Weg wurde zunächst ein anderer, wenngleich immer wieder von Erfahrungen im Glauben begleitet. Im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin machte Christin Brüning ihr Anerkennungsjahr in Augsburg, um dort im von Dr. Johannes Hartl gegründeten Gebetshaus, unter Christen zu sein und dem Glauben intensiver nachgehen zu können. Die geistliche Gemeinschaft und die Form, wie dort der Glauben gelebt wird, hat sie angesprochen. Nach der Jüngerschaftsschule in der HOME Base Salzburg sammelte die Wahl-Paderbornern zwei Jahre Erfahrungen in der Loretto-Gemeinschaft in Österreich, um sich dann schließlich zum Studium der Theologie zu entschließen: „In diesen beiden Jahren ging es erstmal um mich und die eigene Beziehung zu Jesus.“

Auf vielen Kanälen vertreten

Sie erzählt gern von dem, was sie mit ihrer Beziehung zu Gott erlebt hat. Auch auf Partys. „Da werde ich meist angesprochen: Bist du nicht so eine, die von Jesus begeistert ist?“ Dann möchte die 26-Jährige mit ihren Erfahrungen andere begeistern – aber nicht überreden. Mittlerweile nutzt sie auch Social-Media-Kanäle: „Ich möchte authentisch sein, von meinem Leben erzählen. Mein Leben mit Gott soll sichtbar sein.“ So ist sie bei Facebook, Instagram, YouTube und ihrem Blog (burningforhim.de) zu finden. Der eigene Podcast „Nähkästchen“ erscheint vierzehntägig und geht seit Mai 2021 nun schon in die zweite Staffel. Follower-Zahlen seien ihr gar nicht so wichtig, sondern der Austausch stehe im Vordergrund.
„Für mich ist bedeutend, dass Gott ein echtes Du ist und meine Begleitung auf dem Weg. Nur Gott weiß, wo ich beispielsweise in zehn Jahren stehe“, ist sich Christin Brüning sicher und lebt voller Begeisterung ihre Entscheidung aus der Teenie-Zeit.

Hintergrund

Die Gemeinschaft Emmanuel ist eine katholische Gemeinschaft mit päpstlicher Anerkennung, die heute in 67 Ländern tätig ist. Ihr gehören weltweit gut 11.500 Mitglieder aus allen Lebensständen an – vor allem Laien, außerdem Priester sowie Frauen und Männer im geweihten Leben. Jeder lebt in seinem eigenen familiären und beruflichen Umfeld. Die Nähe Gottes zu den Menschen, sein Ja zu dieser Welt, sein offenes Herz für jeden Einzelnen – das ist die Erfahrung, die die Gemeinschaft Emmanuel prägt. Sie ist Quelle des geistlichen Lebens und in Verbindung mit Gott zu sein – zum Beispiel durch Lobpreis, Anbetung, den Besuch der Heiligen Messe, geistlichen Austausch und gemeinsame Zeit. In den vielen Begegnungen des Alltags und im Dialog mit allen Interessierten möchte die Gemeinschaft Emmanuel Wege zu Gott aufzeigen und eine neue Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Kirche eröffnen.

Ein Beitrag von:

Weitere Einträge

© Ralf Litera / Erzbistum Paderborn

Unser Glaube „Für einen Segen haben wir immer Zeit!“

Der erste Mai markiert für viele den Beginn einer besonderen Zeit: Pilgern, Wallfahrten, Aufbruch. Ein Besuch bei der Fahrradwallfahrt in Werl zeigt: Hier sind Wege viel mehr als reine Strecken.
© photocase.de

Unser Glaube Jakob und das Ringen mit Gott: Einer von 50 Wegen nach Ostern

50 Tage sind es von Ostern bis Pfingsten. Erst dann endet die Osterzeit. Die Zahl der Tage greift das Buch „50 Wege nach Ostern“ unseres jungen Glaubensportals YOUPAX auf. Wie Ostern leben? Wir stellen Jakob vor.
© Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe

Unser Glaube „Die Walburga-Woche ist für uns eine Tankstelle“

Vom 3. bis zum 10. Mai ist Wormbach im Sauerland im Ausnahmezustand: Rund 2500 Wallfahrerinnen und Wallfahrer besuchen dann die Walburga-Woche. Neben Gemeinschaft und Gebet gehört auch der weltweit einzigartige Augensegen zur Wallfahrtstradition.
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0