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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Magdeburgs Bischof Dr. Gerhard Feige wird 70 Jahre alt

Erzbischof Becker gratuliert dem Bischof des Bistums Magdeburg zum runden Geburtstag / Verbundenheit zwischen den (Erz-)Bistümern Paderborn und Magdeburg

Bischof Dr. Gerhard Feige vollendet am kommenden Freitag, 19. November 2021, sein 70. Lebensjahr. Erzbischof Hans-Josef Becker sendet dem Bischof von Magdeburg aus dem Erzbistum Paderborn herzliche Glück- und Segenswünsche. Das Bistum Magdeburg gehört als sogenanntes Suffraganbistum zur Kirchenprovinz des Erzbistums. Der Paderborner Erzbischof erinnert an die Zusammenarbeit mit Bischof Dr. Feige in Kirchenprovinz und  Deutscher Bischofskonferenz sowie die Verbundenheit in der Förderung der Ökumene, „wozu Du regelmäßig im Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn ein willkommener und kompetenter Gast bist“. Zur Vollendung des 70. Lebensjahres wünsche er seinem Mitbruder im Bischofsamt „viel Glaubensmut und Glaubensfreude“. Das Erzbistum Paderborn ist durch eine gemeinsame Geschichte mit dem Bistum Magdeburg eng verbunden.

Die Leitung des vom Erzbistum Paderborn getragenen Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik nutzt den 70. Geburtstag von Bischof Dr. Gerhard Feige, um ihm für seine eigene Expertise als Professor für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Ostkirchenkunde im Dialog mit der Orthodoxie zu danken. „Wir sind Ihnen für die nachhaltige Unterstützung des Strebens nach einer Vertiefung der Einheit zwischen den Kirchen – und damit auch der Zielsetzung der Arbeit unseres Instituts – sehr dankbar“, schreibt der Leitende Direktor des Möhler-Instituts, Professor Dr. Wolfgang Thönnissen, gemeinsam mit den Direktoren Monsignore Dr. Michael Hardt, Privatdozent Dr. Burkhard Neumann und Dr. Johannes Oeldemann.

Begegnungen

Bischof Dr. Gerhard Feige ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik. Regelmäßig nimmt er an den Treffen des vom Erzbistum Paderborn getragenen Ökumene-Instituts teil. Zudem ist er Katholischer Ko-Präsident des orthodox-katholischen Arbeitskreises St. Irenäus, der 2004 auf Initiative des Möhler-Instituts gegründet wurde, um den Dialog zwischen Orthodoxen und Katholiken zu fördern. Auch die Geistlichen Räte der beiden (Erz-)Diözesen treffen sich gemeinsam mit ihren (Erz-)Bischöfen zum Austausch. Ebenso festigen die regelmäßig stattfindenden Metropolie-Treffen – hier trifft sich die Leitung des Erzbistums Paderborn mit den Bischöfen und Generalvikaren seiner Suffraganbistümer Magdeburg, Erfurt und Fulda – die Verbindung.

Geschichte und Gegenwart verbinden

Im Jahr 968 wurde Magdeburg als Erzbistum errichtet, ging aber während der Reformation mitsamt seinen zugeordneten Bistümern unter. Die Folge war eine wechselvolle Geschichte kirchlicher Zuordnung. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Paderborner Fürstbischöfe mit der Sorge für das Magdeburger Gebiet betraut. 1821 regelte das von Papst Pius VII. erlassene Schreiben „De salute animarum“ schließlich, dass das „Kommissariat Magdeburg“ dem Bischof von Paderborn zur ständigen Verwaltung übergeben wurde.

Durch die Teilung Deutschlands im Jahr 1949 wurde der Kontakt zwischen dem Ostteil, dem erzbischöflichen Kommissariat, und dem Westteil des Erzbistums Paderborn schwieriger. Ab 1949 wurde ein Weihbischof mit Sitz in Magdeburg ernannt, der den Paderborner Erzbischof im Ostteil vertrat. Bis Mitte der 1950er Jahre gingen Neupriester aus dem Westen in das Kommissariat Magdeburg, um hier ihren priesterlichen Dienst zu tun. 1973 wurde mit Bischof Johannes Braun ein apostolischer Administrator für das dann neu errichtete Bischöfliche Amt Magdeburg ernannt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands begann ein neues Kapitel: Kurz nach dem Mauerfall nahm das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn als Vertretung der Laien Kontakt zu den katholischen Laien im „Bischöflichen Amt Magdeburg“ auf. Am 8. Juli 1994 wurde Magdeburg ein eigenständiges Bistum und dem Erzbistum Paderborn als Suffraganbistum zugeteilt. Diese lange historische Verbundenheit wurde mit einer Partnerschaft offiziell gemacht: Am 30. Oktober 1994 unterzeichneten der Magdeburger Bischof Leo Nowak und der Paderborner Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt eine Partnerschaftsurkunde.

Lebendige Partnerschaft

Um die Partnerschaft mit Leben zu füllen, wurden konkrete Vereinbarungen getroffen: Die Liborius-Kapelle im Roncalli-Haus in Magdeburg sowie eine Wandtafel, die im Kreuzgang des Hohen Domes in Paderborn hängt, sind bleibende Zeichen der Verbundenheit. Gegenseitige Einladungen zum Liborifest und zur Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf der Huysburg gehören ebenso zur Partnerschaft wie jährliche gemeinsame Sitzungen der Geistlichen Räte beider Bistümer. An den Tagungen der Priesterräte beider Bistümer nimmt jeweils ein Vertreter aus dem Priesterrat des Partnerbistums teil. Ebenso arbeiten die Hauptabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn und des Bischöflichen Ordinariats in Magdeburg, die Diözesan-Caritasverbände sowie die Laiengremien zusammen.

Im Juli 2009 wurde vom Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige und vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker eine aktualisierte Vereinbarung unterzeichnet. Sie stärkte die bestehenden Kooperationen und machte die Pflege der Partnerschaft ganz offiziell zur „Chefsache“, indem sie in die Hände der jeweiligen Generalvikare gelegt wurde.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

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