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© Bistum Magdeburg
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Lebendige Beziehung zum Bistum Magdeburg

Delegation aus dem Erzbistum Paderborn nimmt an Wallfahrt des Partnerbistums auf die Huysburg teil

1.500 Gläubige nahmen am Sonntag, 4. September 2022, an der traditionellen Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf die Huysburg bei Halberstadt teil. Auch eine Delegation aus dem Erzbistum Paderborn um Monsignore Andreas Kurte folgte der Einladung von Magdeburgs Bischof Dr. Gerhard Feige und feierte das Fest des Glaubens auf der Huysburg mit. Aufgrund einer langen gemeinsamen Geschichte pflegt das Erzbistum Paderborn eine besondere Verbindung zu seinem Suffraganbistum Magdeburg „Eine lebendige Partnerschaft lebt durch persönliche Begegnungen. Dafür möchte ich mich auch weiter einsetzen“, bekräftigt Monsignore Kurte, der regelmäßig an der Diözesanwallfahrt des Bistums Magdeburg teilnimmt.

Das Erzbistum Paderborn und das Bistum Magdeburg verbindet eine mehr als 170 Jahre umfassende gemeinsame Geschichte. Von 1821 bis 1994 gehörte das Gebiet des heutigen Bistums Magdeburg zu Paderborn. Als Vertreter des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn war Hubert Welzel aus Olpe bei der diesjährigen Bistumswallfahrt dabei, ebenso die beiden Diakone Patrick Vitt und Philipp Neumann aus dem Paderborner Priesterseminar.

Gemeindeleitung im Bistum Magdeburg

Bei einer Begegnung mit dem Pfarreileitungsteam der Pfarrei Heilige Dreieinigkeit in Halle erfuhr die Paderborner Delegation, dass mittlerweile ein viertel der Pfarreien im Bistum Magdeburg nicht mehr von einem eigenen Pfarrer geleitet werden, vielmehr von einem Team von Ehrenamtlichen unter der Moderation eines Priesters. Die Zahl der Pfarreien mit Leitungsteams wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen. In wenigen Jahren werden im Bistum Magdeburg bei aktuell vierundvierzig Pfarreien noch etwa zwanzig Priester im aktiven Dienst tätig sein. Die Zahl der Katholiken beträgt im Bistum Magdeburg aktuell 74.000. „Die Diskussion mit dem Leitungsteam war auch für die Paderborner Delegation interessant, weil die Frage nach neuen Wegen der Pfarreileitung aufgrund der rapide zurückgehenden Priesterzahlen sich in wenigen Jahren auch im Erzbistum Paderborn stellen wird“, sagt Monsingnore Andreas Kurte.

Verbindung zwischen dem Bistum Magdeburg und dem Erzbistum Paderborn

Eine gemeinsame Geschichte verbindet das Bistum Magdeburg und das Erzbistum Paderborn: Die Geschicke beider Bistümer waren erstmals im 17. Jahrhundert verknüpft, spätestens seit 1821, als Magdeburg der Verwaltung durch das Bistum Paderborn zugeteilt wurde. Seit über 20 Jahren wird diese historische Verbundenheit in einer offiziell besiegelten Partnerschaft gelebt.

Im Jahr 968 wurde Magdeburg als Erzbistum errichtet, ging aber während der Reformation mitsamt seinen zugeordneten Bistümern unter. Die Folge war eine wechselvolle Geschichte kirchlicher Zuordnung. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Paderborner Fürstbischöfe mit der Sorge für das Magdeburger Gebiet betraut. 1821 regelte das von Papst Pius VII. erlassene Schreiben „De Salute Animarum“ schließlich, dass das „Kommissariat Magdeburg“ dem Bischof von Paderborn zur ständigen Verwaltung übergeben wurde.

Durch die Teilung Deutschlands im Jahr 1949 wurde der Kontakt zwischen dem Ostteil, dem erzbischöflichen Kommissariat, und dem Westteil des Erzbistums Paderborn schwieriger. Ab 1949 wurde ein zweiter Weihbischof mit Sitz in Magdeburg ernannt, der den Erzbischof im Ostteil vertrat. Bis Mitte der 1950er Jahre gingen immer noch Neupriester aus dem Westen in das Kommissariat Magdeburg, um hier ihren Dienst zu tun. 1973 wurde mit Bischof Johannes Braun ein apostolischer Administrator für das nun neu errichtete Bischöfliche Amt Magdeburg ernannt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands begann ein neues Kapitel: Kurz nach dem Mauerfall nahm das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn als Vertretung der Laien Kontakt zu den katholischen Laien im „Bischöflichen Amt Magdeburg“ auf. Der nächste Schritt war der 8. Juli 1994: Magdeburg wurde ein eigenständiges Bistum und dem Erzbistum Paderborn als Suffraganbistum zugeteilt. Diese lange historische Verbundenheit wurde mit einer Partnerschaft offiziell gemacht: Am 30. Oktober 1994 unterzeichneten der Magdeburger Bischof Leo Nowak und der Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt eine Partnerschaftsurkunde.

Um die Partnerschaft mit Leben zu füllen, wurden konkrete Vereinbarungen getroffen: Die Liborius-Kapelle im Roncalli-Haus in Magdeburg und eine Wandtafel, die im Kreuzgang des Hohen Domes in Paderborn hängt, sind bleibende Zeichen der Verbundenheit. Gegenseitige Einladungen zum Liborifest und zur Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf der Huysburg gehören ebenso zur Partnerschaft wie jährliche gemeinsame Sitzungen der Geistlichen Räte beider Bistümer. An den Tagungen der Priesterräte beider Bistümer nimmt jeweils ein Vertreter aus dem Priesterrat des Partnerbistums teil. Ebenso arbeiten die Hauptabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn und des Bischöflichen Ordinariats in Magdeburg, die Diözesan-Caritasverbände oder die Laiengremien zusammen.

Im Juli 2009 wurde vom Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige und vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker eine aktualisierte Vereinbarung unterzeichnet. Sie stärkte die bestehenden Kooperationen und machte die Pflege der Partnerschaft ganz offiziell zur „Chefsache“, indem sie in die Hände der Generalvikare gelegt wurde.

Impressionen vom Bistumsfest auf der Huysburg

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