Bis dahin ist die spektakuläre Komplett-Verkleidung mit OSB-Platten sowohl aus der Eingangshalle des Westwerks als auch aus der Kirche heraus „ein auf seine Weise grandioser Anblick“, sagt Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek. Der markante Raumeindruck sei ein Zeichen dafür, „dass die Bauprojekte in Corvey voranschreiten“.
Dazu gehört ganz elementar die Glaswand, die zwei Zwecke erfüllt: Sie trennt den Sakralraum der barocken Abteikirche bei Gottesdiensten vom touristischen Betrieb im karolingischen Westwerk und dient außerdem als Projektionsfläche für eine fesselnde filmische Zeitreise in Corveys bedeutende mittelalterliche Klostergeschichte. Das geht, weil die Glaswand zu 95 Prozent blickdicht geschaltet werden kann. Als Höhepunkt des Films lässt das wissenschaftliche Kompetenzteam zur Erschließung des Westwerks die untergegangene mittelalterliche Basilika virtuell wieder auferstehen. Ein Aufsteller, der die Gäste in der Erdgeschosshalle des Westwerks auf die Bauarbeiten hinweist, vermittelt einen ersten vielversprechenden (Foto-)Eindruck.
Die Blicke der Besucher werden sich nach kurzem Innehalten vor dem Aufsteller sofort auf die markante Staubschutzwand richten. Sie macht mindestens genau so viel Eindruck wie es vor etwa eineinhalb Jahren die Gerüste vor dem Hoch- und den Seitenaltären der Barockkirche getan haben.