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© Kamil Nemcik
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Kommende Dortmund veranstaltet Erasmus+ Kickoff-Workshop in Poznań (Polen)

Engagierte aus fünf Ländern entwickeln Methoden gegen soziale Ausgrenzung

Umgeben von den Flüssen Warta und Cybina liegt eine kleine Binneninsel östlich der Innenstadt Poznańs. Von den Einheimischen wird sie „Dominsel“ genannt. Im Schatten der imposanten Kathedrale – der ältesten in ganz Polen und Symbol für die Christianisierung des Landes – liegt das „Chrystusowcy“, Seminar eines katholischen Ordens für Priesteramtskandidaten aus der polnischen Diaspora.

An diesem Ort traf sich vom 26.-28. September 2025 eine Gruppe von elf Menschen aus der Slowakei, Kroatien, Deutschland, Polen und Rumänien. Sie alle sind Engagierte in der Jugendbewegung socioMovens und in das Erasmus+ Projekt Fit2Commit, das von der Europäischen Union mit 250.000 Euro gefördert wird, involviert. Auf institutioneller Ebene kooperieren unter der Leitung der Kommende Dortmund, die ebenfalls in Dortmund ansässige Stiftung socioMovens und verschiedene katholische Träger in den Partnerländern.

Handwerkszeug, um soziale Ausgrenzung zu bekämpfen

Während der Projektlaufzeit von zweieinhalb Jahren wollen die Beteiligten einen Peer-To-Peer-Baukasten für soziales Engagement von Jugendlichen entwickeln. Gleichzeitig soll ein Handbuch für die Jugendarbeit erstellt werden, das soziale Ausgrenzung im Rahmen von Freiwilligenengagement in den Blick nimmt und Methoden der Inklusion vorstellt.

Ziel des Projekts ist, junge Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie selbst Akteure von Veränderung sein können und dafür das nötige Handwerkszeug zu erstellen. Durch ihre Aktivitäten und ihr Engagement können die Jugendlichen so soziale Ausgrenzung sichtbar machen und bekämpfen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit der am Projekt beteiligten Länder auf europäischer Ebene gestärkt werden.

Meilensteine, Austausch und Terminpläne

In Poznań kamen die Beteiligten zusammen, um sich mit den Meilensteilen des Projekts zu beschäftigen und zu entscheiden, wer für welches Arbeitspaket die Hauptverantwortung übernimmt. In einem ersten Schritt sollen die Projektverantwortlichen in ihren Ländern durch Austausch, Sammlung und Sichtung von Material sowie Interviews eine Grundlage für die weitere Projektarbeit sammeln und sich dann untereinander austauschen.

Neben der notwendigen Beschäftigung mit Projektfinanzen und Excel-Tabellen wurden auch Termine in allen Partnerländern für die nächsten 30 Monate festgesetzt. Das nächste Treffen findet in wenigen Wochen digital statt.

„Großartige Chance, international zusammenzuarbeiten“

„Alle Beteiligten bringen eine positive Offenheit mit in das Projekt“, sagt Gregor Christiansmeyer von der Kommende Dortmund. Er ist Projektverantwortlicher und hatte den Erasmus+ Antrag gestellt. „Sie sehen die Hoffnungen und Chancen, aber auch die Herausforderungen, die auf uns warten.“ Agata Piluszczyk vom polnischen Projektteam und Gastgeberin des Kickoff-Workshops sieht in Fit2Commit eine „großartige Chance, international zusammenzuarbeiten“. „Darüber hinaus können wir alle etwas Neues lernen“, so die 26-Jährige.

Neben den Planungen für die kommenden Jahre gab es während des Treffens auch Zeiten des persönlichen Kennenlernens und Austauschs. So entstand eine gute Basis, auf der das Erasmus+ Projekt in der nächsten Zeit Schritt für Schritt gemeinsam weiterentwickelt werden kann.

Text: Claudia Schwarz  / Kommende Dortmund

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