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Chororgel
Chororgel © Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Klangraum Kirche mit neuen Meldungen

Laut einem Bericht des Domradios Köln / KNA erwähnt der NRW-Landeskulturbericht die Kirchenmusik als bedeutenden Akteur der Landeskultur NRW. Begeistert zeigte sich der Leiter des Fachbereichs Kirchenmusik, Dominik Susteck. Außerdem lädt er zum neuen C-Kurs für Organistinnen und Organisten ein.

NRW-Landeskulturbericht erwähnt Kirchenmusik

„Es ist ein großer Erfolg, dass die Kirchenmusik als bedeutender Kulturträger im NRW-Landeskulturbericht so explizit erwähnt wird. Nicht nur im Bereich der Laienkultur, sondern auch der Hochkultur und der Entwicklung schöpferisch-künstlerischer Perspektiven können wir auch in Zukunft eine herausragende Rolle spielen. Dafür müssen wir die professionelle Kulturarbeit ausbauen“, so der Leiter des Fachbereichs Kirchenmusik des Erzbistums Paderborn, Dominik Susteck. „Gerade in der aktuellen Krise zeigt sich, dass die Kirchenmusik nicht Subkultur, sondern selbstbewusster Kulturträger sein sollte. Besteht der Charme von Kirchenmusik doch gerade darin, dass sie neue Erfahrungsräume zur Transzendenz öffnen kann. Dies berührt viele Menschen.“

Das Domradio zitiert den NRW-Landeskulturbericht über die Kirchenmusik folgendermaßen: „Sie tragen unter anderem durch sakrale Werke sowie geistliche Musik zum kulturellen Erbe der Gesellschaft bei und vermitteln auf diese Weise einen Teil der kulturellen Identität des Landes“. Neben den Veranstaltungen von Konzerten und geistlicher Musik in Kirchen wird die Förderung der Laienkultur mit Chören und Musikgruppen hervorgehoben. Zudem wird die Kinder- und Jugendbildung erwähnt. Auch kirchliche Bibliotheken werden als bedeutsame Kulturarchive genannt.

Der NRW-Kulturetat wurde, auch um die Folgen der Corona-Pandemie aufzufangen, von 200 Millionen auf 315 Millionen Euro erhöht, wie NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) im Vorwort des Berichts bekannt gibt.

Neuer C-Kurs für Organistinnen und Organisten

Der Leiter des Fachbereichs Kirchenmusik Dominik Susteck im Erzbistum Paderborn lädt Interessierte zur Teilnahme am neuen C-Kurs ab dem Herbst 2022 ein. Vorbereitender Orgelunterricht kann ab sofort bei den Dekanatskirchenmusizierenden oder Leuchtturmmusikerinnen und -musikern aufgenommen werden.

Angesprochen sind Personen, die Klavier spielen können, gegebenenfalls über Grundkenntnisse der Musiktheorie verfügen sowie die stimmlichen Voraussetzungen besitzen. Die Ausbildung endet nach zwei Jahren mit dem so genannten C-Examen für nebenberufliche Kirchenmusizierende.

Die insgesamt 13 Fächer beinhaltende Ausbildung umfasst ein breites Spektrum aus allen Bereichen der Kirchenmusik: Im Fach Orgelliteraturspiel setzt man sich mit Orgelwerken aus Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Zu erlernen sind hier neben der Spieltechnik auch Registrierung, Aufführungsarten und geschichtliche Hintergründe. Kirchenliedbegleitung (auch Neuer Geistlicher Lieder), unterschiedliche Vorspielformen und Improvisationstechniken, die für eine lebendige Gottesdienstgestaltung unverzichtbar sind, werden im Fach „Liturgisches Orgelspiel“ vermittelt.

Zum interessanten Fächerkanon gehören aber auch Orgelbau, Liturgik, Gregorianik, Gehörbildung, Tonsatz und Musikgeschichte. Einen zweiten Ausbildungskomplex bilden Singen und Chorleitung. Teilaspekte sind hier Stimmbildung, Partiturspiel und Probentechnik.

Es ist auch möglich, den Kurs in die Bereiche „Orgel“ bzw. „Chorleitung“ zu splitten.

Der C-Kurs wird seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Dekanaten des Erzbistums Paderborn angeboten und hat allein im Bereich der früheren Seelsorgeregion mehr als 200 nebenamtliche Kirchenmusizierende erfolgreich ausgebildet.

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