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© Daniel Schröter / Erzbistum Paderborn
© Daniel Schröter / Erzbistum Paderborn

Kirchliches Erbe gemeinsam gestalten

Fachaustausch in Paderborn mit der LWL-Denkmalpflege

Wie kann kirchliches und kulturelles Erbe bewahrt werden, wenn viele Kirchengebäude kaum noch genutzt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines ganztägigen Fachaustausches im Paderborner Bildungs- und Tagungshaus Liborianum. Auf Initiative des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) kamen rund 50 Fachleute aus Denkmalpflege und kirchlicher Baupraxis zusammen.

Nach der Premiere 2024 in Münster fand das Treffen nun in Paderborn statt. Eingeladen hatte in diesem Jahr das Erzbistum Paderborn. Organisiert wurde der Austausch vom Bereich Bauen des Erzbischöflichen Generalvikariates. Ziel war es, den Dialog zwischen kirchlichen Bauverantwortlichen und der Denkmalpflege zu vertiefen und voneinander zu lernen.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Die Herausforderungen sind überall ähnlich: weniger Nutzung, weniger Mittel, viele denkmalgeschützte Gebäude. Alle Teilnehmenden eint die Sorge um das kirchliche Erbe ebenso wie die Überzeugung, dass es nur im Miteinander von Kirche, Denkmalpflege und Kommunen gelingen kann, gute Lösungen zu finden, sollten Kirchen aus der bisherigen liturgischen und pastoralen Nutzung genommen werden.

Besonderes Interesse galt den Immobilienstrategieprozessen im Erzbistum Paderborn im Kontext des im April angestoßenen Bistumsprozesses und dabei vor allem der pastoralen Transformation. Daniel Schröter, Leiter der Abteilung Kirchengemeindliche Immobilien und Teil der Prozessleitung für die Immobilienstrategie, stellte das Projekt „hybride Nutzungen“ vor. Es zeigt Wege auf, wie Kirchenräume auch bei veränderten Bedingungen lebendig bleiben können.

Impulse und Beispiele

Weitere Beiträge kamen aus den Bistümern Münster und Essen sowie aus der Evangelischen Kirche von Westfalen. In Arbeitsgruppen wurden Leitlinien zur Zusammenarbeit entwickelt, etwa zu Kommunikation, Erstkontakt und Prozessgestaltung.

Der Tenor des Tages: Nur genutzte Denkmäler sind gute Denkmäler. Denkmalpflege und Kirche wollen deshalb weiterhin gemeinsam nach tragfähigen Konzepten suchen. Ein weiteres Treffen im ist Jahr 2026 geplant.

Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmenden die sanierte Krypta des Paderborner Domes. Sie gilt als gelungenes Beispiel für umsichtige und behutsame Erneuerung im historischen Bestand.

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