Kirchliche Gebäude als Zukunftsaufgabe
„Kirchliche Immobilien sind sichtbare Zeichen für die Präsenz der Kirche in der Gesellschaft und damit missionarische Orte“, sagte Daniel Schröter und zitierte damit aus den Leitlinien des Erzbistums Paderborn. Angesichts demografischer Veränderungen, sinkender Kirchensteuereinnahmen und zunehmender Komplexität der Bau- und Betreiberverantwortung sei ein strategischer Umgang mit dem Gebäudebestand unverzichtbar. Die seit 2023 praktisch greifende Immobilienstrategie des Erzbistums Paderborn unterstützt die 87 Pastoralen Räume in der Entwicklung langfristiger, tragfähiger Nutzungskonzepte. Bisher haben sich 67 Pastorale Räume für eine entsprechende Beratung angemeldet, acht Prozesse wurden bereits abgeschlossen.
Ziele: Reduktion, Beteiligung, neue Nutzungskonzepte
Im Mittelpunkt der Immobilienstrategie steht die pastorale Ausrichtung. Die Gebäude sollen auch weiterhin Orte des Glaubens, der Gemeinschaft und der sozialen Teilhabe sein, allerdings in einer realistischen und flexiblen Form. Denkbar sind unter anderem Umnutzungen, Reduzierungen oder Veräußerungen von Gebäudeflächen. Die Entscheidungshoheit liegt dabei weiterhin bei den Kirchengemeinden vor Ort, die durch Fach- und Prozessberatung des Erzbischöflichen Generalvikariats unterstützt werden.