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© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Keine Missionare, aber Menschen mit einer Missio(n)

Dompropst Monsignore Joachim Göbel überreicht 38 neuen Religionslehrkräften die Missio Canonica

38 Religionslehrerinnen und -lehrer unterschiedlicher Schulformen an Schulen im Bereich des Erzbistums Paderborn erhielten am Freitagnachmittag, 13. Juni 2025, im Hohen Dom zu Paderborn die Missio Canonica: Damit entsendet Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Lehrkräfte, um unbefristet im Namen des Erzbistums Paderborn das Fach Katholische Religion zu unterrichten. Dompropst Monsignore Joachim Göbel, der den Bereich Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat leitet, stand dem Gottesdienst im Dom vor und überreichte den Lehrerinnen und Lehrern ihre Urkunden. Vor der Verleihung der Missio erlebten die Lehrkräfte in Paderborn einen Tag voller Informationen, Kennenlernen und Vernetzung.

Ins Zentrum seiner Predigt im Paderborner Dom stellte Dompropst Msgr. Göbel den Kirchenlehrer Antonius von Padua, dessen Gedenktag auf den Tag der Missio-Verleihung fiel. Der Heilige könne ein Vorbild für alle Lehrenden sein, erklärte Dompropst Msgr. Göbel: Mit begeisternden Predigten habe Antonius seine Mitmenschen tief beeindruckt. Ein Prediger müsse sich zu seinem Nächsten neigen, um ihn aufrichten zu können, zitierte Dompropst Msgr. Göbel den heiligen Antonius: „Gerade als Religionslehrerinnen und Religionslehrer haben wir den Anspruch, mehr für unsere Schüler zu sein als Vermittler von Wissen. Durch unseren Unterricht und durch die Art und Weise, den Schülerinnen und Schülern als Mensch und Christ zu begegnen, möchten wir aufrichten, groß machen und Stärke vermitteln.“

© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Das Wichtigste bezeugen

Wenn Schülerinnen und Schüler Beistand brauchen, gelte es, als Lehrender „mit nichts anderem da zu sein als mit Menschlichkeit und dem festen Glauben, dass der andere Mensch ein von Gott geliebtes Kind ist“, machte Dompropst Msgr. Göbel deutlich. Religionslehrkräfte seien trotz des Erhalts der Missio keine Missionare im klassischen Sinne, „aber Menschen mit einer Mission“. Es gehe darum, „wie wir unterrichten, wie wir als Christinnen und Christen lehren.“

Der heilige Antonius von Padua – als Nothelfer für Menschen, die etwas verloren haben – erinnere daran, dass Jesus selbst, Glaube und Liebe, das Wichtigste seien, was ein Mensch verlieren könne. „Seien Sie für die Menschen in Ihren Schulen lebendige Zeuginnen und Zeugen für das Wichtigste“, ermutigte Dompropst Msgr. Joachim Göbel die Lehrkräfte zum Abschuss seiner Predigt.

Von Angeboten der Schulpastoral bis Domführung

Nachdem die Lehrkräfte einzeln ihre Urkunden von Dompropst Msgr. Joachim Göbel überreicht bekommen hatten, versammelten sie sich vor den Altarstufen, um gemeinschaftlich den Segen für ihr berufliches Wirken zu erhalten. Mit der Kollekte konnten die Lehrerinnen und Lehrer das Paderborner Gasthaus unterstützen, das inzwischen zu einer festen und verlässlichen Anlaufstelle für bedürftige Menschen geworden ist.

Dem Gottesdienst vorausgegangen war ein Tag in Paderborn, der den Lehrkräften viele Möglichkeiten bot, sich für ihren Schulalltag gut zu rüsten: Im Bildungs- und Tagungshaus Liborianum stellte StD i. K. Dr. Dennis Lewandowski die Abteilung Religionspädagogik vor, die er im Erzbischöflichen Generalvikariat leitet. Ebenso lernten die Lehrerinnen und Lehrer schulpastorale Angebote für Religionslehrkräfte kennen, die ihnen Dr. Heike Bee-Schroedter aus dem Team Schulpastoral vermittelte. Nicht zuletzt bot ein schulformbezogener Austausch die Möglichkeit, die eigene Rolle als Religionslehrkraft zu reflektieren. Auch aus der Theologischen Fakultät und dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum waren Mitarbeitende ansprechbar.

Mittags öffnete ein Markt der Möglichkeiten seine Pforten, auf dem die Lehrkräfte weitere Unterstützungsangebote aus dem Erzbistum Paderborn kennenlernen konnten. Bei einer Führung durch den Hohen Dom erfuhren die Lehrerinnen und Lehrer viel Wissenswertes über die Paderborner Bischofskirche, in der sie dann beim feierlichen Gottesdienst ihre Missio Canonica in Empfang nehmen konnten.

Erzbistum als offener Gastgeber

„Ich habe das Erzbistum Paderborn heute als freundlichen und offenen Gastgeber erlebt“, resümierte Laura-Elisa Schulte, Religionslehrerin in Siegen, am Ende des Missio-Tages. Es gebe viele hilfreiche Angebote des Erzbistums, nur seien diese in Präsenz leider oft nicht regional genug.

Linda Weber, ebenfalls Lehrerin in Siegen, war begeistert von tollen Fortbildungsangeboten und von den Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler – beispielsweise davon, via Augmented-Reality den Paderborner Dom zu erkunden. „Das ist modern und nah an der aktuellen Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen“, bestätigte die Lehrerin.

Maike Woldt, die in Dortmund unterrichtet, nannte eine weitere positive Erfahrung: Die Religionslehrerin lobte die Angebots- und Materialvielfalt des Medienzentrums, das das Erzbistum in Paderborn und an einem Standort in Dortmund betreibt.

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

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