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© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn
© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn

Jugendgottesdienst mit (Satz-) Zeichen: Klarheit, Ungewissheit Offenheit?

Am Tag der Jugend ging es um zentrale Fragen nach Vertrauen, Unsicherheiten und Mut. Generalvikar Msgr. Dr. Michael Bredeck feierte mit Helene Schmidt (BDKJ-Diözesanseelsorgerin) den Gottesdienst für die Engagierten in der Jugendarbeit.

Während draußen wieder mal der Regen auf den Paderborner Dom niederging, zogen drinnen die Jugendverbände mit ihren Fahnen feierlich zum Gottesdienst ein. Popkantoren Caspar Beule und Nils Kollmeier gestalteten die Liturgie musikalisch – mit ruhigen, atmosphärischen Klängen, die den Altarraum in eine dichte, spirituelle Stimmung tauchten.

Ann-Kristin Idzik schilderte ihre Erfahrungen als Mutter: Schon früh am Morgen konfrontieren ihre Kinder sie mit großen Fragen zur Weltlage. „Wie geht man damit um? Mit welchem Fundament starten wir in den Tag?“ Ihre Antwort: Mit Mut, Vertrauen und dem Wunsch, eine menschlichere Welt mitzugestalten.

Glaube als Gegenkraft zur Angst

Generalvikar Msgr. Bredeck stellte die Frage in den Raum: „Wer ist Jesus eigentlich?“ Und er gab eine klare Antwort: „Jesus ist der, der zuruft: Fürchtet euch nicht!“ Der Glaube helfe, furchtlos zu leben – auch angesichts von Dunkelheit und Ungewissheit. Er betonte, wie wichtig Vorbilder seien, die Orientierung geben: Menschen, die mutig, engagiert und zuversichtlich sind. Als Beispiel nannte er den Segnungsgottesdienst für Paare während der Liboriwoche, bei dem er tief berührenden und reflektierten Menschen begegnet sei. Sich selbst zu hinterfragen, innezuhalten und zurückzublicken – das sei ein wesentlicher Bestandteil gelebten Glaubens.

Satzzeichen als Haltung zur Zukunft

Helena Schmidt lud die Mitfeiernden ein, ihre Haltung zur Zukunft symbolisch auszudrücken: mit einem Satzzeichen. Die Jugendlichen traten behutsam nach vorne und positionierten sich bei einem der drei Zeichen: Doppelpunkt, Ausrufe- oder Fragezeichen. In kleinen Gruppen kamen sie ins Gespräch. Begleitet von leiser Musik nahmen sich viele der Hervorgetretenen bewusst Zeit zum Nachdenken.

„Wir wollen Raum schaffen, ehrlich zu schauen: Habe ich Vertrauen ins Morgen?“, erklärte Schmidt. Sie betonte: „Junge Menschen und Erwachsene brauchen ‚safe spaces‘, in denen sie Vertrauen schöpfen können.“ Niklas Zimmer (Jugendhof Palotti), Anna Hückelheim (Dekanatsreferentin für Jugend und Familie) und Juliane Bogedain (stellv. Diözesanjungschützenmeisterin) berichteten von ihren Erfahrungen in der Jugendpastoral – wie Vertrauen gestärkt werden kann.

Fürbitten mit Symbolkraft

Die Fürbitten nahmen eine besondere Gestalt an: Anna-Sophia Kleine (BDKJ) erläuterte, dass selbst gebastelte Papierboote als Zeichen persönlicher Bitten auf die Satzzeichen gelegt wurden. „Damit alle eifrig am eigenen Schiff bauen“, so ihr Bild. Zum Abschluss griff Helene Schmidt die Frage nach dem persönlichen Satzzeichen erneut auf: „Hat sich euer Satzzeichen nun geändert? Wo kann es hingehen? Kann sich euer Vertrauen verändern?“ Das persönliche Vertrauen sei vielleicht noch nicht befestigt – doch es könne zu einer Vision werden, die trägt.

Gemeinschaft – trotz Regen

Für das abschließende Gruppenfoto war Petrus gnädig: Nur wenige Tropfen fielen vom Himmel, sodass die Feierstunde auf den Domstufen ihren stimmigen Ausklang fand. Im Anschluss waren alle Engagierten eingeladen, den Abend am „Platz der Verbände“ neben dem Konrad-Martin-Haus gemeinsam ausklingen zu lassen. Dem Regen zum Trotz.

Mitveranstaltende

Helena Schmidt (BDKJ-Diözesanseelsorgerin), Juliane Bogedain (stellvertrende Jungschützenmeisterin des BdSJ Diözesanverbandes Paderborn), Anna Hückelheim (Referentin für Jugend und Familie im Dekanat Hochsauerland-West), Niklas Zimmer (Bildungsreferent des Jugendhofs Pallotti), Martin Schwentker (Pastoralassistent des Erzbistums Paderborn), Anna-Sophia Kleine (Referentin für Jugendpastoral beim BDKJ DV Paderborn) und Ann-Kristin Idzik (Berufungspastoral).

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Redakteur

Marcel Clasen

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