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© MdV-works / Shutterstock.com
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Jüdische Spuren in Paderborn

Eine bewegende Schulveranstaltung der Klasse 9a

Unter dem Motto „Jüdische Spuren in Paderborn durch Orte und Sport“ hat die Klasse 9a der Realschule St. Michael am 9. Oktober 2025 eine eindrucksvolle Veranstaltung im Rahmen der Fußballkulturtage ausgerichtet. Organisiert wurde das Projekt vom Fanprojekt Paderborn in Kooperation mit Religionslehrerin Katharina Frewer. Ziel war es, Sport, lokale Geschichte und interreligiösen Dialog miteinander zu verbinden.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Michael Kamp führten Hannes Wichmann und Julia Mutz vom Fanprojekt in die Thematik ein. Anhand biografischer Beispiele jüdischer Familien aus Paderborn zeigten sie auf, wie alltägliche Orte – Sportstätten ebenso wie Wohnhäuser oder Geschäfte – zu Zeugen jüdischer Geschichte werden.

Im Anschluss präsentierten Schülerinnen und Schüler der 9a gut recherchierte Impulse, die auf dem digitalen Stadtparcours „Jüdische Spuren in Paderborn“ basierten. Sie schilderten Lebenswege jüdischer Bürgerinnen und Bürger während der NS-Zeit und lenkten zugleich den Blick auf heutige Formen des Gedenkens und der Begegnung. Die Beiträge zeichneten sich durch eine respektvolle Annäherung an persönliche Schicksale aus und machten deutlich, wie historische Erfahrungen Verantwortung für die Gegenwart begründen.

Empathie, Verständigung und Bewusstsein

Der zugrunde liegende Actionbound war 2023 in Zusammenarbeit mit Kathrin Sauerwald, damals Referentin für Religionspädagogik im Erzbistum Paderborn, sowie Monika Schrader-Bewermeier, Vorsitzende der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit Paderborn e.V., entwickelt worden. Rund 50 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Veranstaltung teil und nutzten die Gelegenheit, sich auf spielerische und zugleich lehrreiche Weise mit jüdischer Geschichte in der Stadt auseinanderzusetzen.

Mehrfach wurde betont, dass der Abend über reine Wissensvermittlung hinausging: Im Mittelpunkt standen Empathie, Verständigung und das Bewusstsein, antisemitischen Vorurteilen aktiv entgegenzutreten. Die Kooperation zwischen Schule, Fanprojekt und jüdisch wie christlich geprägten Akteuren der Stadt wurde als beispielhaft für gelingenden Dialog und gemeinsames Engagement gewürdigt.

Die Veranstaltung der Klasse 9a zeigte eindrucksvoll, wie Geschichte lebendig wird, wenn Sport, städtische Orte und persönliche Erzählungen miteinander verknüpft werden – ein Beitrag zu Respekt, Toleranz und gesellschaftlicher Teilhabe.

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