Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht in sein viertes Jahr. Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ hat seit Beginn des Krieges rund fünf Millionen Euro an Hilfen bereitgestellt. Vor allem der Bedarf an psychologischer Unterstützung für die unter dem Krieg leidenden Kinder ist dramatisch gestiegen. „Viele Kinder leiden nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch, haben Angstzustände und entwickeln Depressionen“, sagt Dr. Klemens Büscher, Ukraine-Länderreferent im Kindermissionswerk. „Bei vielen der von uns unterstützten Projekte sind psychologische Betreuung und Trauma-Arbeit daher ein wichtiger Teil der Hilfen“, so Büscher. Das Kindermissionswerk arbeitet mit rund 25 Partnerorganisationen in der gesamten Ukraine zusammen. Die Sternsinger-Partner leisten psychosoziale und humanitäre Hilfe, stellen Unterkünfte, Nahrungsmittel und medizinische Versorgung bereit, helfen bei der Einrichtung von Luftschutzräumen und bieten den Kindern sichere Orte zum Spielen und Lernen.
„Die Kinder wünschen sich, dass keine Bomben mehr fallen“
„Leider haben sich viele Kinder an den Krieg gewöhnt“, sagt Olena Voichyk. Sie ist Leiterin der Projektabteilung von Caritas-Spes, einem langjährigen Partner des Kindermissionswerks. „Schüler der Klassen eins bis drei haben nie erfahren, was es heißt, in einer normalen Schulumgebung zu lernen – ohne Online-Unterricht, ohne Bunker, sondern in einem normalen Klassenzimmer. Sie haben sich an den Klang der Luftschutzsirenen gewöhnt – das bricht einem das Herz.“ Die Kinder wünschten sich nur eines: Frieden, berichtet Olena Voichyk. „Sie wünschen sich, dass der Krieg endet, dass keine Bomben mehr fallen, dass ihre Familien in Sicherheit sind und dass diejenigen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, endlich zurückkehren können.“
Die Caritas-Spes konzentriert sich in ihrer Arbeit darauf, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich von dem emotionalen Stress zu erholen. Das geschieht durch die Einrichtung sicherer Orte in der gesamten Ukraine und die Organisation von Ferienlagern. Aber auch Geschenke für die Feiertage und warme Winterschuhe stellt der Sternsinger-Partner bereit, um den Kindern diese schwierige Zeit etwas erträglicher zu machen. „Der Bedarf an Unterstützung ist nach wie vor immens“, betont die Projektleiterin. „Kinder in den vom Krieg betroffenen Regionen brauchen psychologische Unterstützung, sichere Lernumgebungen und die Möglichkeit, eine Kindheit zu erleben, die nicht von Angst und Unsicherheit geprägt ist.“