Johannes Hatzfeld
Der Theologe und Priester, Musiker und Schriftsteller Johannes Hatzfeld ist der Namensgeber für das Haus der Dommusik in Paderborn. Monsignore Dr. theol. h. c. Johannes Hatzfeld wurde am 14. April 1882 in Benolpe im Sauerland geboren, verstarb am 5. Juli 1953 in Paderborn. Er studierte Theologie, Kunstgeschichte und Musik in Paderborn und München. 1906 empfing er im Paderborner Dom das Sakrament der Priesterweihe. Als Vikar wirke er in Klein Oschersleben, Friedrichroda und Sandebeck im Kreis Höxter. In Magdeburg studierte Johannes Hatzfeld Musiktheorie. 1914 wurde er nach Paderborn versetzt, wirkte als Religionslehrer an der Höheren Mädchenschule, in den 1930er Jahren war der Schriftleiter der Paderborner Bistumszeitung Leo. Die Universität München verlieh Johannes Hatzfeld 1931 die Ehrendoktorwürde, 1950 wurde er zum Päpstlichen Geheimkämmerer, 1952 zum Ehrenbürger der Stadt Paderborn ernannt.
Johannes Hatzfeld gab die Musikreihen „Musik im Haus“ und „Musica orans“ heraus, veröffentlichte zudem Volksliedsammlungen wie das Liederbuch „Tandaradei“ und brachte Volksliedsätze für alle Chorgattungen heraus. Johannes Hatzfeld gilt als Erneuerer der katholischen Kirchenmusik, war 1927 Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Erneuerung der katholischen Kirchenmusik. Er verfasste eigene kirchenmusikalische Chorkompositionen, beispielsweise Gesänge für die Hauptfeste des Kirchenjahres. Neben vielen eigenen Kompositionen publizierte Johannes Hatzfeld geistliche und weltliche Chormusiksammlungen für Frauen-, Männer- und Gemischten Chor.
Das Haus der Dommusik – Johannes-Hatzfeld-Haus – findet sich in unmittelbarer Nähe zum Paderborner Dom am „Kleinen Domplatz“, nahe des Pader-Quellgebietes.