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In einem offenen Dialog

Delegiertenversammlung von SkF und SKM im Erzbistum Paderborn befasst sich mit der Umsetzung des Synodalen Weges in der katholischen Kirche

Mit der Umsetzung des „Synodalen Weges“ im Erzbistum Paderborn hat sich die Delegiertenversammlung der 29 Sozialdienste katholischer Frauen (SkF) und Männer (SKM) im Erzbistum Paderborn im Rahmen einer Tagung im Paderborner Hotel Aspethera auseinandergesetzt. Der Synodale Weg, der als Reaktion auf eine Studie zum sexuellen Missbrauch durch Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige in Deutschland ins Leben gerufen wurde, suche in einem selbstkritischen und offenen Dialog nach Antworten auf die aktuelle Krise der Kirche, sagte Gastreferentin Marie-Simone Scholz, die als Vertreterin des Bundesverbandes der Gemeindereferierenden am Synodalen Weg beteiligt ist.

Ein Ergebnis der Beratungen ist die geplante Änderung der Grundordnung des kirchlichen Dienstes. Darin werde die Frage der Glaubwürdigkeit der Kirche bisher zu sehr auf Fragen der privaten Lebensführung der Mitarbeitenden enggeführt, kritisierte Scholz. Dabei hänge die Glaubwürdigkeit der Kirche vor allem von der Praxis der Pfarreien sowie der kirchlichen Gemeinschaften, Einrichtungen, Organisationen und Verwaltungen ab. Künftig solle der persönliche Familienstand deswegen keine Relevanz mehr für die Anstellung oder Weiterbeschäftigung im kirchlichen Dienst haben, betonte auch Nadine Mersch vom SkF-Bundesveband, die ebenfalls Mitglied des Synodalen Weges ist. Die Delegierten von SkF und SKM unterstützten in Wortmeldungen ausdrücklich diese Position, die auch vom Diözesan-Caritasverband als Dachorganisation geteilt wird. Eine Entscheidung für eine andere Partnerschaftsform dürfe für eine Anstellung keine Rolle spielen, sagte Reinhild Steffens-Schulte, Diözesangeschäftsführerin von SkF und SKM.

Anliegen des Synodalen Weges würden auch im „Zielbild 2030+“ des Erzbistums Paderborn berücksichtigt, sagte Ralf Nolte, beim Diözesan-Caritasverband Referent für die Pastoral in der Caritas. Als wichtiger Aspekt des kirchlichen Lebens solle in diesem Zusammenhang das caritative Engagement für die Menschen vor Ort in den Pfarrgemeinden mittels einer „Geh-raus-Kultur“ und praktischer Nächstenliebe gestärkt werden.

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