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Immobilienstrategie braucht stärkeren Austausch mit Kommunen

Paderborner Diözesanbaumeisterin wirbt für strategische Zusammenarbeit bei Immobilienfragen

Das Erzbistum Paderborn sieht in seiner Immobilienstrategie große Chancen. Nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Gesellschaft. Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding betont dabei besonders die Rolle der Kommunen. „Eine direkte, systematische Ansprache der Kommunen durch die kirchliche Seite ist weiter zu etablieren. Hier liegt ein enormes Potenzial für strategische Allianzen“, so die Leiterin des Bereichs Bauen im Erzbischöflichen Generalvikariat in einem aktuellen Beitrag für das Kirchen-Journal der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW, das jetzt (13.11.2025) veröffentlicht wurde.

Immobilienstrategie: Perspektive für Gebäude mit pastoraler Relevanz

Die Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn richten ihren umfangreichen Gebäudebestand angesichts schrumpfender Mitgliederzahlen, steigender Kosten und komplexer Anforderungen neu aus. Im Zentrum stehen Gebäude mit pastoraler Relevanz, also Kirchen und Pfarrheime, die nachhaltig erhalten und genutzt werden können. Ein Fördermodell unterstützt dabei die Kirchengemeinden mit höheren finanziellen Anreizen, wenn sie Flächen um mindestens 20 oder 30 Prozent reduzieren. Entscheidungen treffen die Kirchengemeinden vor Ort. Unterstützt und begleitet werden sie vom Fachberatungsteam des Erzbischöflichen Generalvikariats.

Kooperation und Synergien

Die Diözesanbaumeisterin macht deutlich, dass Kooperationen mit kommunalen Partnern eine Schlüsselrolle für erfolgreiche Umnutzungen und Standortentwicklungen spielen: „Wünschenswert sind Nachnutzungen mit sozialem Mehrwert für die Menschen vor Ort.“ Besonders tragfähig seien Lösungen, „wo frühzeitig lokale Akteure eingebunden und kreative Lösungen gefunden werden, auch jenseits klassischer Trägerschaften“.

Kirche als Mitgestalterin

Die Immobilienstrategie versteht das Erzbistum Paderborn auch als Signal für mehr Dialog und Kooperation. „Was es braucht? – Mehr Dialog auf Augenhöhe. Mehr Mut zur Kooperation. Und ein gemeinsames Verständnis von Kirche als Teil des kommunalen Raums. Sie ist kein Gegenüber, sondern Mitgestalterin im Wandel, der alle betrifft und alle etwas angeht“, so Carmen Matery-Meding.

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