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© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

„Ihr seid Zeugen durch euer Bleiben“

Elf Priester feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ihr 40-jähriges Weihejubiläum

Am 17. Mai 1986 empfingen 21 Männer für das Erzbistum Paderborn das Sakrament der Priesterweihe – in wenigen Tagen begehen sie somit ihr 40-jähriges Weihejubiläum. Elf Priester des damaligen Weihekurses feierten am Montag, 11. Mai 2026, in Gemeinschaft mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz einen Dankgottesdienst in der Krypta des Hohen Domes, am Grab des heiligen Liborius als Patron des Erzbistums. Kirche müsse immer neu lernen, „dass der Geist Gottes weiter ist als unsere Gewohnheiten. Dass das Evangelium Wege findet, die wir nicht geplant haben“, sagte der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt.

Roter Faden der Berufung

Erzbischof Dr. Bentz dankte den Jubilaren in seiner Predigt für ihren Dienst „im Weinberg des Herrn“. Ein Jubiläum stelle „als geistlicher Blick auf das eigene Leben“ immer Fragen, machte der Paderborner Erzbischof deutlich: „Was ist geworden aus dem, was damals begann? Erkenne ich einen roten Faden in meiner Berufung und konkreten Sendung durch all die Jahre hindurch?“.

Dankbarkeit für vierzig Jahre priesterlichen Dienst dürfe aber nicht blind machen, mahnte Erzbischof Dr. Bentz angesichts der im März veröffentlichten Studie zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Paderborn. Gottes Geist sei ein Geist der Wahrheit. „Und Wahrheit tröstet nicht, indem sie verdeckt. Wahrheit tröstet, indem sie ans Licht bringt, was verwundet ist, damit Heilung möglich wird.“

Jesus als Mitte

„Ihr seid meine Zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir seid“ – so überliefert das Johannes-Evangelium die Worte Jesu an seine Jünger. Jesus spreche diese Worte heute auch an die Weihejubilare, sagte der Paderborner Erzbischof: „Ihr seid bei mir gewesen. In Gemeinden, Schulen, Krankenhäusern, Gesprächen, Gottesdiensten, Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten, Krisen und stillen Stunden. Bei allem, was gelungen ist, und bei allem, was offenblieb: Ihr seid Zeugen geworden durch das Bleiben.“

Die Einheit der Kirche habe nie Uniformität bedeutet, führte Erzbischof Dr. Bentz weiter aus: „Sie war immer Einheit in Vielheit. Vielleicht spüren wir das heute noch schärfer als vor vierzig Jahren. Pluralität ist ein Signum unserer Zeit. Und sie tut manchmal weh – auch im priesterlichen Dienst“.

Nicht zerreißen trotz Ausgestreckt-Seins

Der Dienst des Priesters sei „ausgestreckt zwischen Himmel und Erde“, so der Paderborner Erzbischof. „Das kann uns zerreißen, wenn wir keine Mitte haben.“ Das Evangelium erinnere daran, wo die Mitte liege: Jesus selbst sei diese Mitte. „Er ist von Anfang an bei uns geblieben. Deshalb können wir bei ihm bleiben“, sagte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zum Abschluss seiner Predigt.

Weihejubilare

Die Weihejubilare hatten am 17. Mai 1986 das Sakrament der Priesterweihe vom damaligen Paderborner Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt empfangen. Kurssprecher des Weihejahrgangs war Monsignore Georg Austen, heute Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.

An der Feier mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nahmen teil:

Monsignore Georg Austen (Generalsekretär Bonifatiuswerk, Paderborn), Polizeidekan Monsignore Wolfgang Bender (Schloß Holte-Stukenbrock), Pfarrer Dirk Gresch (Erwitte), Pfarrer DDr. Markus Jacobs (Detmold), Propst Meinolf Kemper (Marsberg), Pfarrer Bernhard Nake (Kamen), Monsignore Martin Reinert (Paderborn), Pfarrer i.R. Geistlicher Rat Joachim Skora (Bestwig), Pastor Meinolf Wacker (Kamen, „go4peace“), Pastor i.R. Alfons Weskamp (Brakel) und Pfarrer Stefan Wigger (Drolshagen).

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

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