Auf Bildern und Statuen hält er dem Betrachter sein brennendes Herz entgegen: der heilige Augustinus, Philosoph, Bischof, einer der größten Kirchenlehrer. Sein Gedenktag ist heute. Im Jahr 430 ist er gestorben, als die heidnischen Vandalen seine Bischofsstadt Hippo in Nordafrika belagerten. Augustinus war ein leidenschaftlicher Mensch.
Die Suche nach dem, was seinem Leben Sinn gibt, führt ihn zu den antiken Philosophen. Dass wir heute so viel über Plato wissen, verdanken wir auch Augustinus. Unzählige Predigten und viele Bücher sind von ihm erhalten. Sie bildeten lange Zeit das Rückgrat der kirchlichen Lehre.
Neue Popularität hat er durch die Wahl eines Augustiners zum Papst erhalten: Papst Leo XIV., der am 8. Mai gewählt wurde, gehört zu einem Orden, der sich mit seinen Klosterregeln auf den heiligen Augustinus beruft.
Neben seinen hochwissenschaftlichen theologischen Ausführungen ist Augustinus bekannt durch seine „Bekenntnisse“, die „Confessiones“. Das ist ein Buch, in dem er auf seinen Lebensweg zurückblickt und schonungslos darstellt, wie er von einem verirrten Ruhmsüchtigen, aber auch zutiefst suchenden Menschen zu jemanden wurde, der in Gott Ruhe gefunden hat.