„Hauptamtlich bin ich der Nikolaus“, sagt der Sauerländer, der ob des besonderen Einsatzes anonym bleiben möchte. Er spricht aus dem Herzen und mit Augenzwinkern, denn Herz ist bei ihm immer dabei, auch als Chef. Es war Dankbarkeit, die ihn zum Heiligen Mann aus Myra machte. Vor 16 Jahren schon. Nur zweimal musste seine Runde ausfallen, weil die Grippewelle ihn mitüberrollte. Wohin er fährt, das entscheidet er „je nach Erlebnissen über das Jahr“. Pünktlich um 7 Uhr geht es los, 15 bis 20 kleine und große Stationen sind machbar. Abends – auch das ist gesetzt – ist die Endstation immer bei seinem Lieblings-Griechen in seiner Heimatstadt
Und noch einen Fixpunkt gibt es: Immer dabei sind die Franziskanerinnen in Salzkotten. Denn mit ihnen ging alles los. „Ich war eng mit einer der letzten Ordensschwestern befreundet, die hier bei uns in der Klinik gearbeitet hat. Sie war mir Freundin und Ratgeberin. Das Wirken der Schwestern hat mich inspiriert. Sie haben sich in den Krankenhäusern, insbesondere während und nach zwei Weltkriegen, regelrecht aufgeopfert. Das ist für mich pure Nächstenliebe. Ohne sie würde es gar nicht so viele Krankenhäuser geben, noch dazu in NRW überwiegend in kirchlicher Trägerschaft. Als ich vor 16 Jahren so um diese Zeit darüber nachdachte, kam mir die Idee mit dem Nikolaus.“