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Gute Vorsätze für das neue Jahr

Geistliches Wort zum 1. Advent von Domkapitular Dr. Thomas Witt
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
27. November 2021

Gute Vorsätze für das neue Jahr

Geistliches Wort zum 1. Advent von Domkapitular Dr. Thomas Witt

Zum Jahreswechsel Ende Dezember machen sich viele Menschen gute Vorsätze für das neue Jahr. In der Regel handelt es sich um Vorsätze für das persönliche Leben.

Advent: Gute Vorsätze zum Wechsel des Kirchenjahres

Der Advent markiert den Wechsel des Kirchenjahres. Sein Beginn kann auch Anlass für gute Vorsätze für unsere Gemeinden sein. Gute Vorsätze brauchen aber einen Bezugspunkt: So möchte ich gerne sein, oder auch: so sollte ich eigentlich sein – auch wenn die Realität anders aussieht. Vor allen guten Vorsätzen müssen wir also eine Ahnung davon haben, was es zu erreichen gilt.

© Smileus / Shutterstock.com
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Advent ist eine Zeit zur Buße und Umkehr

Was kann das für die Kirche und die Gemeinden bedeuten? Es geht hier immer um Umkehr – der Advent ist eine Bußzeit, die durch Fasten und Gebet auf das große Fest der Geburt des Herrn vorbereiten will. Umkehr bedeutet: sich von falschen Wegen abwenden und sich dem guten Weg zuwenden, eine andere Richtung einschlagen. Maßstab für diese Überlegungen kann nur das Evangelium selbst sein, an dem sich die Kirche immer neu messen lassen muss.

„Angesichts der vielen Anfragen,
vor denen die Kirche steht,
angesichts des zunehmenden Schwundes,
den wir an allen Ecken und Enden beobachten können,
spüren wir, dass es einer grundlegenden Umkehr bedarf.“

Was kann das nun konkret bedeuten? Angesichts der vielen Anfragen, vor denen die Kirche steht, angesichts des zunehmenden Schwundes, den wir an allen Ecken und Enden beobachten können, spüren wir, dass es einer grundlegenden Umkehr bedarf.

In unserem Erzbistum ist uns immer wieder die Frage gestellt worden: Wozu bist du da, Kirche von Paderborn? Ja, wozu sind wir da? Hier hilft wieder ein Blick in die Hl. Schrift. Mir steht ein Wort besonders vor Augen, das Jesus vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern als letzten Auftrag hinterlassen hat:

„Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
(Mt 28, 16-20)

Die Aufgabe: Menschen zu Jesus zu führen

Es ist der Auftrag Jesu, alle Menschen zu seinen Jüngerinnen und Jüngern zu machen, indem sie getauft und gelehrt werden, so zu leben, wie es Jesus gebietet. Menschen zu Jüngerinnen und Jüngern zu machen: das ist Aufgabe der Christinnen und Christen und der Kirche. Umkehr würde also bedeuten: Unser Leben, alle Aktivitäten unserer Gemeinden, anhand dieses Auftrags zu überprüfen. Dienen sie diesem Auftrag oder stehen sie ihm vielleicht entgegen?

Oft ist heute von Evangelisierung die Rede. Die Besinnung auf das Wort Jesu macht deutlich: Das ist keine Möglichkeit neben anderen, schon gar kein „nice to have“. Es ist der Kern dessen, wofür die Kirche da ist: Menschen zu Jesus zu führen. Es geht nicht um gesellschaftliche Relevanz und Einfluss (worum wir uns viel zu viel sorgen); es geht nicht um Macht und Einfluss (mit denen wir viel zu viel versucht haben, dem Evangelium Geltung zu verschaffen). Es geht nur darum, Menschen zu Jesus zu führen – sie zu Jüngern zu machen.

Advent ist keine Zeit der Gemütlichkeit und Heimeligkeit

Der Advent ist für uns Christinnen und Christen keine Zeit der Gemütlichkeit und Heimeligkeit, sondern eine Zeit echter Umkehr zum Herrn und zur Entschlossenheit, in der Freundschaft mit ihm zu wachsen und möglichst viele andere mit in diese Freundschaft hineinzunehmen. Denn nur in IHM ist das Leben in seiner ganzen Fülle zu finden. Und er gibt dazu die Kraft. Denn am Ende seines Auftrags steht seine Verheißung: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

© Porstocker / Shutterstock.com
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Domkapitular Dr. Thomas Witt ist Pfarrer von St. Dionysius Elsen und Pfarrverwalter von St. Johannes Baptist Wewer. Zudem ist er Leiter des neu entstehenden Pastoralen Raumes Elsen-Wewer-Borchen.

1966 in Herne geboren, wurde er 1993 zum Priester geweiht. Er war Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär von Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt und zugleich Domvikar (1998 – 2002), Pfarrer in St. Johannes Baptist in Delbrück (2002), Leiter des Pastoralverbundes Delbrück und Sudhagen (2003), Dechant des Dekanates Büren-Delbrück (2006), Leiter des Pastoralen Raumes Delbrück (2012), Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn e. V. (2013 – 2019), Vorsitzender des Diözesan-Caritas-Rates und 2016 – 2020 Sonderbeauftragter des Erzbistums Paderborn für Flüchtlingsfragen.

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