Krieg, Klimasorgen, wirtschaftliche Unsicherheit, soziale Erschöpfung – schon der morgendliche Blick aufs Handy verstärkt die innere Überzeugung: „Dieser Tag kann doch nur nach hinten losgehen…“ Vielleicht sind es aber auch die persönliche Lebenssituation, eine Krankheit, Einsamkeit, Konflikte oder Selbstzweifel, die uns den Mut nehmen, dem Tag offen und mit Vorfreude zu begegnen.
Behütet sein
„Wäre ich doch bloß nicht allein“, wünscht sich in solchen Momenten fast jede und jeder von uns. Was aber, wenn wir gar nicht allein sind? Wenn uns etwas durch unser Leben trägt – etwas, das wir nicht sehen können, aber auf das wir jederzeit bedingungslos vertrauen können? Vertrauen trotz aller Zweifel. Und im Gegenzug die Gewissheit, in all den Wirren unserer Welt und angesichts aller persönlicher Herausforderungen behütet zu sein.
In Psalm 91,11-12 der Bibel heißt es: „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. Sie tragen dich auf Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Die Wege, die wir gehen, sind manches Mal schwer und steinig. Und doch bestärkt uns das Gottvertrauen, nicht zu zögern und nicht stehen zu bleiben. Wie auf Händen getragen und voller Mut und Antrieb sollen wir die Wege unseres Lebens gehen – ohne aufzugeben, ohne ständig reumütig zurück oder verbittert auf den Weg eines anderen zu blicken. Erfüllt uns dieses Vertrauen, dann spüren wir: „Ich bin nicht allein“. Und es kommt uns der Gedanke: „Dies ist mein Weg. Und bei aller Furcht und Verzweiflung könnte es doch auch nach vorne losgehen!“