„Du machst ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter!“ Wer diesen Satz hört, dürfte keinen besonders fröhlichen Eindruck auf sein Gegenüber machen. Daraus könnte man eine simple Schlussfolgerung ziehen: Regen scheint in unseren Breitengraden „Bedröppeltsein“ auszulösen – im Grunde also eine tropfnasse Stimmung.
Bei veränderter Perspektive ergibt sich eine sehr viel positivere Sicht auf den flüssigen Niederschlag: Egal, ob die Tropfen vom Himmel prasseln oder ein leichter Sommerregen für ersehnte Abkühlung sorgt – Regen kann gemütlich oder belebend sein, er macht die Luft klar und lässt nach großer Hitze wieder aufatmen. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, sind auf Regen angewiesen, damit die Saat auf den Feldern wächst. Für Menschen, die an Dürren und Hungersnöten leiden, ist Wasser von oben im wahrsten Sinne des Wortes ein Geschenk des Himmels.
Dauerhaft-ergiebiger Segenregen
Regen ist also weit mehr als ein temporärer Störfaktor: Regen ist lebenswichtig. Als Christinnen und Christen glauben wir, dass es mit Gottes Liebe genauso ist. Gott schenkt uns seine Liebe und seinen Segen im Übermaß – und zwar nicht nur als zeitweises Wetterphänomen: Gott schenkt uns einen dauerhaft-ergiebigen SEGENREGEN. Von Gott und seiner Liebe sind wir getragen, gesegnet und umfangen. In unserer individuellen Einzigartigkeit, mit allem, was uns ausmacht – im Guten und im weniger Guten.
Wer von Gottes Segen umschlossen ist, der kann selbst zu Segen für andere Menschen werden. Die Sternsingerinnen und Sternsinger machen es jedes Jahr vor: „Segen bringen, Segen sein.“ Versuchen wir doch selbst, auch immer wieder ein wenig Segen regnen zu lassen – an manchen Tagen vielleicht nur mit einer kleinen Gießkanne, an anderen Tagen vielleicht in Form eines wohltuenden Starkregens – wir haben guten Grund dazu!