Wesentliche Botschaft von Weihnachten sei, dass Gott konkret, nicht vage oder abstrakt sei, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Beginn seiner Predigt. Weihnachten sei kein Mythos oder symbolische bildhafte Erzählung, die zu erklären versuche, wie das Leben zu verstehen sei. „Weihnachten ist eine reale Realität, die die Welt verändert. Eine leibhaftige Geburt. Eine geschichtliche Gestalt. Mit dieser Geburt hat eine neue Zeitrechnung begonnen“, unterstrich der Paderborner Erzbischof. Mit Jesus, dem göttlichen Kind in der Krippe, sei etwas in die Welt gekommen, das vom Menschen aus nicht geschaffen werden könne.
Ehre Gottes und lebendiger Mensch
Wie in der biblischen Botschaft von den Hirten und Engeln komme es darauf an, Gott die Ehre zu geben, hob der Paderborner Erzbischof hervor. Dabei sei „Gott die Ehre geben“ nichts weltenthobenes oder frömmlerisches, vielmehr gehe „Gott die Ehre geben“ ganz konkret, verdeutlichte Erzbischof Dr. Bentz. „Der lebendige Mensch gibt Gott dann die Ehre, wenn er sein Leben annimmt, wenn er sich und sein Leben verdankt weiß. Wir geben Gott dann die Ehre, wenn wir unser Leben und alles, was uns daran kostbar ist, bestaunen als Gabe und Geschenk“, konkretisierte der Paderborner Erzbischof. Der lebendige Mensch gebe Gott die Ehre, wenn er glaube, dass er sein Leben nicht aus sich selbst heraus habe, wenn er das Geschenk „Leben“ staunend bewundere und annehme.