Am Freitagnachmittag fand im Hohen Dom zu Paderborn zum zweiten Mal ein inklusiver Gottesdienst in leichter Sprache und deutscher Gebärdensprache statt. Menschen mit und ohne Behinderung, Hörende und Gehörlose, Familien, Kinder und ältere Menschen kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern.
Die liturgische Leitung übernahmen erneut Anja Fecke, Diözesanbeauftragte für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung, und Schwester Judith Beule SMMP, zuständig für die Gehörlosenseelsorge im Erzbistum Paderborn. Unterstützt wurden sie von zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen, vier Ministranten sowie den beiden Popkantoren des Erzbistums, Caspar Beule und Nils Kollmeier, die dem Gottesdienst einen musikalisch bewegenden Rahmen gaben.
Stille, Vergebung und ein Lied der Barmherzigkeit
In der Kyrie lud Anja Fecke die Anwesenden ein, sich einen Moment Zeit für die innere Einkehr zu nehmen: „Fragt euch in Ruhe: Was habe ich gut, was habe ich falsch gemacht?“ Die Menschenmenge wurde ein paar Momente lang still. „Wir dürfen hoffen, es wird besser, als wir es uns vorstellen können – durch Gottes Hilfe“, erklärte sie anschließend – eine zentrale Botschaft dieses besonderen Gottesdienstes. Nachdem Anja Fecke vom barmherzigen Gott spricht, intonierte Popkantor Caspar Beule passend dazu das ruhig vorgetragene Lied „Herr, erbarme dich“.