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© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn
© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn

„Gemeinsam bunt, gemeinsam stark so gehen wir gemeinsam durchs Leben!“

Ein Gottesdienst für die Vielfalt am Libori-Freitag

Am Freitagnachmittag fand im Hohen Dom zu Paderborn zum zweiten Mal ein inklusiver Gottesdienst in leichter Sprache und deutscher Gebärdensprache statt. Menschen mit und ohne Behinderung, Hörende und Gehörlose, Familien, Kinder und ältere Menschen kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern.

Die liturgische Leitung übernahmen erneut Anja Fecke, Diözesanbeauftragte für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung, und Schwester Judith Beule SMMP, zuständig für die Gehörlosenseelsorge im Erzbistum Paderborn. Unterstützt wurden sie von zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen, vier Ministranten sowie den beiden Popkantoren des Erzbistums, Caspar Beule und Nils Kollmeier, die dem Gottesdienst einen musikalisch bewegenden Rahmen gaben.

Stille, Vergebung und ein Lied der Barmherzigkeit

In der Kyrie lud Anja Fecke die Anwesenden ein, sich einen Moment Zeit für die innere Einkehr zu nehmen: „Fragt euch in Ruhe: Was habe ich gut, was habe ich falsch gemacht?“ Die Menschenmenge wurde ein paar Momente lang still. „Wir dürfen hoffen, es wird besser, als wir es uns vorstellen können – durch Gottes Hilfe“, erklärte sie anschließend – eine zentrale Botschaft dieses besonderen Gottesdienstes. Nachdem Anja Fecke vom barmherzigen Gott spricht, intonierte Popkantor Caspar Beule passend dazu das ruhig vorgetragene Lied „Herr, erbarme dich“.

Die Geschichte des heiligen Liborius

In einem dialogisch gestalteten Teil des Gottesdienstes erzählten Anja Fecke und Schwester Judith Beule gemeinsam über das Thema Hoffnung und knüpften daran die Lebensgeschichte des heiligen Liborius an. Sie betonten sein Vorbild im Glauben und seine Kraft, Hoffnung zu geben. „Es ist viel zu tun in dieser turbulenten Welt, bis wir das Reich Gottes finden“, so die Botschaft. Hoffnung zu bewahren und zu schenken – das sei ein zentraler Auftrag für Christinnen und Christen heute.

Als Zeichen der Hoffnung erhielten alle Teilnehmenden grüne Armbänder, die von den beiden debütierenden Ministranten verteilt wurden. Die Farbe Grün stehe bekanntlich für Hoffnung.

Vielfalt sichtbar gemacht

Das Evangelium wurde zunächst akustisch, anschließend in gesprochener leichter Sprache vorgetragen. Das „Vater unser“ wurde in Laut- und Gebärdensprache gebetet – ein kraftvoller Moment gelebter Teilhabe.

Zum Abschluss richtete Anja Fecke den Blick der Gemeinde noch einmal aufeinander: „Hier sind sehr vielfältige Menschen. Jede und jeder ist besonders! Schaut euch nur um.“ Der Gottesdienst endete im Geiste des Liedes: „Gemeinsam bunt, gemeinsam stark – Gott ist da mit seinem Segen.“

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Redakteur

Marcel Clasen

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