Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz stand dem Gottesdienst verschiedener christlicher Konfessionen vor. Die Predigt hielt die neue Theologische Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Susanne Falcke. „Ich habe euch Freunde genannt“ (Joh 15,15) war Leitwort des ökumenischen Gottesdienstes. Mit diesem Wort wird Bezug genommen auf die sogenannte Freundschaftsikone „Christus und der Abt Menas“, die seit der Renovierung der Martinskirche im historischen Portal unter dem Turm angebracht ist.
Freundlichkeit und Sympathie füreinander
Christliche Freundschaft wachse aus der Nähe zu Christus und zeige sich darin, „dass wir einander nicht fremd bleiben, auch nicht über Grenzen hinweg“, bekräftige Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Beginn des Gottesdienstes. Es komme darauf an, gut, freundlich, offen sowie mit einer großen Weite und Sympathie miteinander umzugehen und einander verbunden zu sein. „Wir sind als Christinnen und Christen nicht einfach Nachbarn verschiedener Konfessionen. Wir sind Schwestern und Brüder. Wir dürfen einander Freunde nennen, weil Christus uns zuerst in seine Freundschaft hineingenommen hat“, betonte der Paderborner Erzbischof ausgehend vom Leitwort des Ökumenischen Vespergottesdienstes „Ich habe euch Freunde genannt“. Miteinander, in ökumenischer Verbundenheit „als Freundinnen und Freunde Jesu Christi, mit Freundlichkeit und Sympathie füreinander, als Schwestern und Brüder in der einen Taufe, als Menschen, die der Geist Gottes immer tiefer in die Einheit führen wird“ zu beten, zu singen, zu hören und zu feiern sei ein kostbares Zeichen gelebter und lebendiger Ökumene.