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© Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn
© Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn

Gedenken an den 85. Jahrestag der Reichspogromnacht

Katholische NRW-(Erz-)Bistümer verurteilen antisemitische Angriffe

Anlässlich des 85. Jahrestages der Reichspogromnacht (9. November) bringen die fünf katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Wort ihre Sorge über den erstarkenden Antisemitismus in Deutschland zum Ausdruck. Gleichzeitig verurteilen sie die Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Menschen.

Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse im Nahen Osten stellen sich die Leiter der NRW-(Erz-)Bistümer ihrer gemeinsamen Verantwortung, die Erinnerungskultur zu stärken und gegen Antisemitismus vorzugehen. Die katholische Kirche habe schon einmal den Fehler gemacht, „stillschweigend danebenzustehen, während unseren jüdischen Nachbarn der Hass und die Gewalt einer ideologisierten Menge entgegenschlug“, heißt es in dem Schreiben.

Ihre Gedanken richten sich besonders an die Leidtragenden des Konflikts: „Wir stehen an der Seite der Trauernden und beklagen die vielen Opfer des Überfalls auf Israel und die vielen Menschen, die in der Folge auf beiden Seiten der Grenze ihr Leben verloren haben.“

Antisemitismus entschieden entgegentreten

Unterzeichnet ist das Schreiben vom 8. November 2023 von Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck (Erzbistum Paderborn), Bischof Dr. Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).

Der Diözesanadministrator des Erzbistums Paderborn, Monsignore Dr. Michael Bredeck, ruft die Gläubigen seiner Diözese dazu auf, Gedenkveranstaltungen und Schweigemärsche in Erinnerung an die Novemberpogrome selbst zu organisieren oder sich an ihnen aktiv zu beteiligen. Gemeinsam gelte es, jeglicher Form des Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

Kein Platz für Hass und Intoleranz

„Wir stehen in einer Zeit und Situation, in der unsere Solidarität und Unterstützung für jüdische Mitbürger in Deutschland von größter Bedeutung sind“, erklärt Diözesanadministrator Dr. Bredeck in dem eigenen Aufruf für das Erzbistum Paderborn. „Als Christinnen und Christen und Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft sind wir gefordert, gemeinsam gegen jegliche Form des Antisemitismus einzutreten.“

Die „historische Verantwortung“ gebiete es, „sich gemeinsam und entschieden gegen jede Form von Hass, Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber Juden zu stellen“, betont der derzeitige Leiter des Erzbistums Paderborn. Jede und Jeder sei gefordert, „sich für die Würde und die Rechte aller Menschen einzusetzen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben oder ihrer Kultur“. Worte und Taten könnten jetzt zeigen, „dass Hass und Intoleranz keinen Platz in unserer Gesellschaft haben“.

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