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Erzbistum Paderborn
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© Hans Blossey / luftbild-blossey.de

Gebete für den Frieden und Christen in der Diaspora

Zur #PeaceBell-Ausstellung finden 5.000 Besuchende den Weg in die Paderborner Gaukirche. Das Bonifatiuswerk hält "Betstunde für die Christen in der Diaspora" im Hohen Dom zu Paderborn.

Über 5.000 Besucher finden Weg in Paderborner Gaukirche

Gefragte #PeaceBell-Ausstellung 

Frieden suchen: Bereits am dritten Tag nach der Eröffnung der „#PeaceBell-Ausstellung von Michael Patrick Kelly – Musiker, Friedensaktivist, Maler“ haben über 5.000 Besucher den Weg in die Paderborner Gaukirche gefunden. Während des Liborifestes ist dort bis zum 31. Juli die aus Kriegsschrott gegossene Friedensglocke und weitere Werke des Sängers und Künstlers zu sehen. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Düsseldorfer artstar Verlag und der St. Liborius-Gemeinde organisiert wurde, trifft offenbar die Gedanken und Sorgen vieler Menschen und gibt ihnen Raum, sich mit den verbrecherischen und kriegerischen Gräueltaten, die aktuell in der Welt passieren auf eindrückliche Weise auseinanderzusetzen.

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den die Ausstellung schon jetzt erfahren hat wie auch das tägliche Mittagsgebet in der Gaukirche. Die #PeaceBell verbindet Menschen in ihrer Sehnsucht nach Frieden, das spüren wir hier deutlich. Sie schenkt Hoffnung und zeigt, wie Grenzen überwunden und Brücken der Versöhnung geschaffen werden können“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

#PeaceOnEarth

Am Montag hat sich vor allem Gertrudis Rechenberg aus Paderborn über ihren Besuch in der Gaukirche gefreut, denn sie ist die 5.000 Besucherin der #PeaceBell-Ausstellung und hat von Monsignore Georg Austen und Katrin Sijbom, Leiterin des Bereiches Fundraising im Hilfswerk, einen Ausstellungskatalog und eine Flasche Wein geschenkt bekommen. Der Besuch in der Gaukirche ist ihr ein wichtiges Anliegen. „Durch den Ukraine-Krieg ist dieses Thema wichtiger denn je geworden. In meiner Heimatgemeinde habe ich schon an Friedensgebeten teilgenommen. Die Friedensglocke im Original zu sehen, beeindruckt mich sehr“, erklärt die Paderbornerin.

In der Ausstellung können neben einem Katalog, der erstmals für eine #PeaceBell-Ausstellung aufgelegt wurde, unter anderem auch Sonderdrucke von Michael Patrick Kelly erworben werden. Extra für Paderborn hat der Sänger und Künstler die Motive „Peace Zone“ und „Thanking Blessed Mary“ aufgelegt, die ebenfalls handsigniert in der Gaukirche erworben werden können.

„Atmen Sie auf, atmen Sie durch, damit Ihnen im Leben nicht die Luft ausgeht“

Das Bonifatiuswerk hält „Betstunde für die Christen in der Diaspora“ im Hohen Dom zu Paderborn

„Aufatmen“ – unter diesem Gedanken steht nicht nur die Libori-Woche 2022, sondern hat auch die Betstunde für die Christen in der Diaspora gestanden, die am Montag im Hohen Dom zu Paderborn stattfand. Denn derzeit existieren viele herausfordernde Situation: Corona-Pandemie, Kriege, Hunger. Man blicke auf das Leid in der Welt und frage sich, wie es mit der Schöpfung und dem Klima weitergehe, sagte Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Er empfahl den Teilnehmenden der Andacht: „Atmen Sie auf, atmen Sie durch, damit Ihnen im Leben nicht die Luft ausgeht.“ Während der Aussetzung des Allerheiligsten betete Geistlicher Rat Wolfgang Winkelmann, Vorsitzender des Diözesan-Bonifatiuswerkes Paderborn, mit der Gemeinde für die Einheit der Kirche. Den musikalischen Rahmen gaben Marcel Eliasch, Organist im Hohen Dom zu Paderborn, und Miriam Geiger, die mit ihrem klaren Gesang beeindruckte.

„Es muss aber auch einen Ort für Frieden und Versöhnung geben.“

Ein Ort zum Aufatmen und Aufleben ist das Kloster Helfta bei Eisleben. Als besonderer Gast nahm Schwester Christiane Hansen OCist, Priorin des Zisterzienserinnenklosters St. Marien zu Helfta, an der Betstunde im Hohen Dom teil. Sie ist täglich in Berührung mit Christinnen und Christen in der Diaspora: Weniger als fünf Prozent der Bewohnenden Eislebens gehören dem katholischen Glauben an. Das Kloster Helfta wurde im Jahr 1229 als Hauskloster der Grafen von Mansfeld gegründet, ehe es 1525 während der Säkularisierung ein letztes Mal urkundlich erwähnt wurde. Mit der Gründung der DDR wurde das Gelände „Volkseigenes Gut“, dann kam die Wende und das Kloster wurde wieder Kirchenbesitz: Nach mehr als 450 Jahren zogen am 13. August 1999 wieder Zisterzienserinnen in das Kloster ein. Schwester Christiane Hansen erinnerte daran, dass es für alles seine Zeit gibt. „Es gibt eine Zeit, sich selbst und seine Entscheidungen anzuzweifeln. Und es gibt eine Zeit, sich selbst, sein Leben, seine Umgebung zu bejahen und anzunehmen. Es gibt ein Feld für Krieg und Auseinandersetzung. Es muss aber auch einen Ort für Frieden und Versöhnung geben.“

Für Frieden betet das Bonifatiuswerk in der Libori-Woche täglich um 12.00 Uhr in der Paderborner Gaukirche. Im Wechsel sorgen das Bonifatiuswerk (23. + 26. Juli), die Citypastoral (29. Juli), die Katholische Hochschulgemeinde (27. Juli), die Pfarrei St. Liborius (24., 28., 30. + 31. Juli) und die Initiative go4peace (25. Juli) mit Mittagsimpulsen für Alltagsunterbrechungen und bitten Gott um Frieden.

Am Mittwoch, 27. Juli, um 18.30 Uhr, findet das große internationale Friedensgebet unter dem Leitwort „#PeaceOnEarth – Statements, Musik und Gebet für den Frieden“ im Hohen Dom zu Paderborn statt, an dem der Künstler mit Statements teilnehmen wird. Ebenfalls mitwirken werden die palästinensisch-israelische Friedensaktivistin Nabila Espanioly aus Nazaret, Trägerin des Aachener Friedenspreises, und der Apostolische Exarch für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh. Alle Plätze für das Gebet sind vergeben, es wird jedoch auch auf einer LED-Leinwand vor dem Paderborner Dom und live im Web-TV zu sehen sein.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bonifatiuswerk.de/peacebell

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