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© Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn
© Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn

Gänsehautmomente: Chormusical „7 Worte vom Kreuz“ macht Glauben erlebbar

Das musikalische Großereignis begeisterte in Lemgo Chöre und Publikum gleichermaßen. Mittendrin: Sängerinnen und Sänger aus dem Erzbistum.

Durch Gesang im Glauben vereint: Das waren am Samstag, 28. März, mehr als 3000 Menschen in der PHOENIX CONTACT arena im lippischen Lemgo. Sie nahmen – als Aktive oder Publikum – am Chormusical „7 Worte vom Kreuz“ teil, das die Botschaft Jesu über Leid, Vergebung und Hoffnung in den Vordergrund rückte. Die stimmliche Basis bildeten 700 Sängerinnen und Sänger aus Chören der Region. Darunter waren aus dem Erzbistum Paderborn inCapella aus Detmold (Leitung: Susanne Kampel), der Kirchenchor Heilig Kreuz aus Detmold (Leitung: Gregor Schwarz) und der Kirchenchor Liebfrauen aus Bad Salzuflen (Leitung: Eva Maria Pawellek). Dazu gesellten sich Gäste und Gastchöre, die sich im Vorfeld um die Teilnahme an dem außergewöhnlichen Konzert unter der Chorleitung von Peter Andreas Stolle, evangelische Kirche, und Gregor Schwarz, Leuchtturmkirchenmusiker aus Detmold, bewerben konnten. Nachfolgend Eindrücke von der Generalprobe und vom Konzert.

Über den christlichen Glauben zu singen ist wichtig

Aus Bösingfeld waren Josefina und Janna dabei: Sie singe gerne in der Gemeinschaft und sei von der Stimmung in Lemgo begeistert, so Josefina. Janna unterstrich, es sei ihr wichtig, über den christlichen Glauben zu singen. Ihr liege das gesamte Projekt am Herzen.

„Ich verfolge die Aktivitäten der Creativen Kirche aus Witten seit einiger Zeit und fand es spannend, selbst an einem Passions-Musical mitzuwirken“, sagt Cornelia aus Lemgo. Michael aus Bad Salzuflen ist eigentlich kein Freund von Musicals, ließ sich aber zu einer Teilnahme bewegen: „Ich habe es nicht bereut!“

Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht hochprofessionell. Getragen und veranstaltet von der Stiftung Creative Kirche mit Sitz in Witten waren die Lippische Landeskirche und das Erzbistum Paderborn mit dem Pastoralverbund Lippe-Detmold willkommene Kooperationspartner. Kulturelle Ökumene, die sich schon bei vielen Projekten – zuletzt bei der Aufführung von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in Dortmund bewährt hat. So auch hier.

Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft. Und das war bereits bei den Vorbereitungen bis hin zur Generalrobe spürbar. Die Proben fanden seit November 2025 unter anderem in der Heilig-Geist-Kirche in Lemgo und in der Kirche Heiligkreuz in Detmold statt Das spirituelle Miteinander wuchs kontinuierlich. Eine Woche vor der Aufführung waren in Lemgo die Hauptproben. Die positive Spannung stieg.

Dann endlich die Generalprobe am Samstagnachmittag direkt vor der Aufführung. „Mit den Chormusicals schaffen wir einmalige Erlebnisse, die für die Beteiligten lange nachklingen“, sagte Marcel Volkmann, Vorstand der Stiftung Creative, und sprach den Sängerinnen und Sängern aus der Seele. „Habt Spaß heute“, rief er ihnen zu und erntete auch dafür dankbaren Applaus. Die Basis für einen gelungenen Abend wurde hier ein Stückweit mitgelegt.

Teil eines kulturellen Großereignisses

Spätestens beim Anblick der PHOENIX CONTACT arena wurde den Sängerinnen und Sängern klar: Wir sind Teil eines kulturellen Großereignisses. Dieses hatte – ebenfalls mit Beteiligten aus den jeweiligen Regionen – bereits in Ludwigsburg, Bochum und Bamberg Station gemacht.

„Was macht mein Leben wertvoll? Wie stille ich meinen Lebensdurst? Ist das Leben hier alles oder kommt da noch was?“ Jesus hat vor 2.000 Jahren Antworten gegeben auf Fragen, die uns heute auf der Seele brennen. Mit dieser Motivation ging Musical-Autor Albert Frey den Worten Jesu mit auf den Grund. Er war in Lemgo aktiv Mitwirkender und freute sich über die „grandiose Stimmung“ und das „große Engagement aller Beteiligten“.

Glaube, Gesang, Gemeinschaft – dieser Dreiklang funktionierte auch in Lemgo hervorragend. Die Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich restlos begeistert. Nicht selten fiel der Begriff „Gänsehaut-Atmosphäre“. Stimmgewaltig und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit perfekt arrangiert war das Musical eine Symbiose aus Chorgesang und den Darbietungen einzelner Interpretinnen und Interpreten.

Die Chöre sangen zwar räumlich betrachtet im Hintergrund, waren aber stimmlich weitaus mehr als nur Beiwerk. Die Passionsgeschichte wurde gekonnt in die heutige Zeit übertragen und sorgte beim Publikum für Momente des Nachdenkens. Wie Menschen für die Frohe Botschaft begeistern? Das Chormusical lieferte die Antwort.

„7 Worte vom Kreuz“

  • Kaum ein anderes Ereignis hat die Menschheit so berührt und Künstlerinnen und Künstler inspiriert wie die Passionsgeschichte.
  • Albert Freys Neuinterpretation umfasst ergreifenden Melodien und Chorvariationen, tiefgehende Texten und orchestrale Arrangements.
  • Das Stück erzählt von den letzten Worten Jesu Christi am Kreuz.
  • Die Aufführung in Lemgo gestalteten ein vierköpfiges Gesangsensemble, der große Chor sowie eine Big-Band.
  • Dank der großzügigen Spenden aus Chor und Publikum kamen 10.883,50 Euro für die Arbeit der Christoffel-Blindenmission in Kamerun zusammen.
Ein Beitrag von:
Freier Autor

Heiko Appelbaum

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