Das Gebet für Frieden und das Eintreten gegen Hass und Gewalt standen am Donnerstag im Mittelpunkt des Reinoldustages. Traditionell am Jahresbeginn empfangen die Evangelische und die Katholische Kirche in Dortmund Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Bildung und Kultur unter dem Motto „Segen für die Stadt – Beten für die Stadt“.
Den Auftakt bildete ein ökumenischer Stadtgottesdienst mit dem Leitwort: „Gott wird sein Volk segnen mit Frieden“ (Psalm 29,11) Propst Andreas Coersmeier begann seine Predigt mit einem Verweis auf aktuelle Konflikte: „Unsere Sehnsucht nach Frieden ist groß. Krieg im Heiligen Land, Krieg in der Ukraine, mitten in Europa. Kriege und bewaffnete Konflikte in aktuell über 22 Ländern der Welt.“ Im weiteren Verlauf ging er auf die Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu ein, die keineswegs weltfremd und naiv seien. Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Sanftmut seien eben kein Ausdruck von Naivität, sondern vielmehr ein notwendiger Grundkonsens für die demokratische Debatte und für Konfliktlösungen.
„Dialog der Religionen nötiger denn je“
Nach dem Gottesdienst gaben die Kirchen einen Empfang für geladene Gäste. Superintendentin Heike Proske brachte dabei ein gesellschaftspolitisches Statement der beiden Kirchen ein, auf das Bürgermeisterin Ute Mais in Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Westphal im Anschluss reagierte.