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Es ist toll, dazu zu gehören

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Monika Reinkemeier, Verwaltungsleiterin im Pastoralen Raum Wittekindsland.
© Ralf Bittner / Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
08. August 2022
Wittekindsland

Es ist toll, dazu zu gehören

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Monika Reinkemeier, Verwaltungsleiterin im Pastoralen Raum Wittekindsland.

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn, um die Vielfalt der engagierten Menschen abzubilden. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich tätigen Menschen zählen zu den 1000 guten Gründen für den Glauben und die katholische Kirche. Indem  wir  von ihnen erzählen, bringen wir das Gute zur Sprache und machen sichtbar, wie lebenswert und vielfältig das katholische Glaubensleben ist. „1000 gute Gründe“ – lernen Sie auf eine Kaffeelänge die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten im Erzbistum Paderborn näher kennen. Diesmal haben wir uns mit Monika Reinkemeier getroffen. Sie ist seit Anfang 2020 Verwaltungsleiterin im Pastoralen Raum Wittekindsland, einer relativ neuen Funktion.

„Personal, Finanzen, Liegenschaften“ – so beschreibt Monika Reinkemeier ihre Hauptaufgaben als Verwaltungsleiterin des Pastoralen Raum Wittekindsland, der seinerseits aus den Pastoralverbünden Herford, Widukindsland und Bündener Land besteht. Auch die Betreuung der Ehrenamtlichen gehört dazu.

Die 55-Jährige pendelt aus Gütersloh täglich zu ihrem Dienstsitz auf dem Gelände der Pfarrei St. Johannes Baptist in Herford. „Ich bin in meiner Familie mit der katholischen Kirche aufgewachsen und auch in meiner Gütersloher Gemeinde aktiv, in der Vorbereitung von Kindergottesdiensten, in Chören und als Organistin“, so Monika Reinkemeier.

Impuls zur Bewerbung kam aus eigener Gemeinde

Auch der Impuls, sich auf die neu geschaffene Stelle in Herford zu bewerben, kam aus ihrer Gemeinde. „Ich war ohnehin dabei, mich nach einer neuen Stelle umzuschauen und habe darüber mit Pfarrer Elmar Quante, dem Leiter des Pastoralen Raums Gütersloh, gesprochen“, sagt sie: „Der machte mich auf die Ausschreibung aufmerksam.“ Berufliche Erfahrungen aus Personalwesen und Buchhaltung bringe sie mit, ebenso Erfahrungen mit dem Ehrenamt in der katholischen Kirche.

Herford war damals einer der ersten Pastoralen Räume, die eine Verwaltungsleitungs-Stelle ausgeschrieben hatten. Den Pastoralen Raum Wittekindsland kannte sie bis dahin aber nicht. Doch schon beim ersten Blick auf die um wohl Herfords schönsten Platz angeordneten Gebäude mit der  Pfarrkiche St. Johannes Baptist, Pfarrhaus, Kita, Gemeinderäumen und Verwaltung, sei ihr klar gewesen: „Ja, hier würde ich gerne arbeiten.“

Gute Trennung von Haupt- und Ehrenamt

Dass hauptamtliche Tätigkeit und privates Engagement in zwei Gemeinden stattfinden, findet Reinkemeier gut: „Ich stelle es mir schwierig vor, als Personalchefin einen Konflikt beispielsweise mit einer Küsterin auszutragen, mit der ich als Ehrenamtliche zusammenarbeiten soll.“ Zum Glück sei so etwas aber noch nicht vorgekommen.

Sie fühle sich gut aufgenommen, bedauert aber, dass sie noch keine Gelegenheit hatte, allen Engagierten persönlich die Hand zu schütteln. Der Grund ist Corona. „Ich war gerade drei Monate da, da war das beherrschende Thema“, sagt sie. Als Verwaltungsleiterin war sie in enger Abstimmung mit Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderäten und Behörden damit beschäftigt, die Umsetzung der Coronaschutzverordnungen zu organisieren und den Bedingungen vor Ort anzupassen. Die Unterstützung von Aktionen und Initiativen in den Gemeinden gehöre zwar zu ihren Aufgaben, aber Corona habe die von ihr so geschätzten persönlichen Begegnungen lange unmöglich gemacht.

Dezentrale Dankeschön-Veranstaltungen

Ganz ausgestanden ist die Pandemie bis heute nicht: „Wir haben lange diskutiert, ob wir eine zentrale Veranstaltung als Dankeschön für die vielen ehrenamtlichen Helfer während der Pandemie organisieren, oder doch lieber drei dezentrale Veranstaltungen in den Gemeinden.“ Angesichts der weiter hohen Inzidenzwerte wurde es die dezentrale Variante.

Aktuell unterstützt bei drei Mut-Mach-Konzerten mit der Kinderrockband Krawallo zum Schulstart die lokalen Organisatoren in den drei Pastoralverbünden, übernimmt den Kontakt zu den Behörden und sorgt dafür, dass auch das Gelände konzerttauglich ist. „So etwas gehört auch zu meinem Alltagsgeschäft“, sagt sie.

Reinkemeier ist auch Ansprechpartnerin für Mieter in kircheneigenen Räumen. „Viele Liegenschaften haben wir nicht. Zwei Pfarrhäuser sind vermietet, dazu einige Räume an eine Wohngruppe der Stiftung Haus Bethlehem.“ In Abstimmung mit dem Kirchenvorstand kümmert sie sich um Finanzen und Vermögensverwaltung. Beim Personal ist sie für die bei der Kirche angestellten Menschen – Küster, Sekretärinnen, Reinigungsksräfte – zuständig. „Für die Anliegen der Gemeindemitglieder wie Taufe oder Eheschließungen sind aber weiter die Gemeindebüros der jeweiligen Pastoralverbünde Ansprechpartner“, erklärt sie.

Gute Arbeit gegen negativen Ruf

„Es ist toll dazu zu gehören“ sei ihr erster Gedanke nach Erhalt der Zusage gewesen. Den Wechsel von privatwirtschaftlichen Arbeitgebern zum Arbeitgeber Kirche habe sie bisher nicht bereut. Super-Team, Mitspracherecht in den über Finanzen oder Gebäude entscheidenden Gremien und die Möglichkeiten eigene Ideen einzubringen, seien für sie Pluspunkte. „Leider verdecken die vielen negativen Berichte über Finanz- oder Missbrauchsskandale den Blick auf die vielfach gute Arbeit, die Kirche vor Ort leistet“, sagt Monika Reinkemeier: „Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass diese gute Arbeit weiter funktioniert.“

Autor: Ralf Bittner

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