Eucharistie ist Communio
„Die Eucharistie ist mehr als Erinnerung, in ihr verschmilzt Jesu Weg mit unserem Weg“, unterstrich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz im Gründonnerstags-Gottesdienst. Eucharistie ermögliche Communio, Gemeinschaft, da in ihr Jesus jedem einzelnen Menschen innerlich so nahe sei, wie es sonst nicht geht: „Er sieht mein Leben, meine Traurigkeit, meine Ölbergstunden, meine Grenzen, mein ‚Nicht-mehr-Können-Können‘, meine innere Unruhe, auch das an mir, was ich selbst kaum ertrage.“ Der Paderborner Erzbischof vertiefte im Hinblick auf das Geschehen an Gründonnerstag: „Die Fußwaschung sagt: Gott beugt sich in deiner Einsamkeit zu dir hinab. Das Mahl sagt: Gott schenkt sich dir und will dir innerlich werden. Der Ölberg sagt: Gott kennt deine Nacht, die Einsamkeit. Das Kreuz sagt: Gott stirbt keinen fremden Tod, sondern nimmt unsere Tode in seinen hinein, in seine Verlassenheit am Kreuz.“
Angebot der Gemeinschaft
Der Gründonnerstag, das letzte Mahl Jesu, all die Zeichen der Hingabe, seien ein Angebot an die einzelnen Menschen: „Du bist nicht allein, selbst in deiner Einsamkeit, in deinem einsamen Wandern im Nebel des Lebens, bist du nicht gottverlassen“, erinnerte Erzbischof Dr. Bentz. Wer diese lebendige Beziehung zu Jesus im Glauben finde, wer die Erfahrung der Nähe im Gebet, in der Liturgie, im Sakrament machen könne, der finde Kraft. Denn Jesus teile hier mit: „Mein Leib für euch! Ich bin da für Dich! Ich lasse dich nicht.“.