Eine Idee erhält ein Zuhause
„Aus einer großartigen Initiative ist in kürzester Zeit eine feste Anlaufstelle geworden. Das neue ‚Gasthaus‘ hat das Potenzial, zu einer echten Institution und zu einem Ort gelebter christlicher Nächstenliebe zu werden“, zeigt sich Dompropst Monsignore Joachim Göbel begeistert. „Das ist ein tolles Beispiel dafür, dass sich in der Corona-Krise auch viel Gutes entwickelt hat. Wir sind stolz, dass wir dieser Initiative jetzt ein ‚Zuhause‘ geben können.“
Der Corona-Shutdown traf obdachlose und bedürftige Menschen besonders hart: Die Tafeln waren geschlossen und in den leerer werdenden Innenstädten ging die Spendenunterstützung für bedürftige Menschen zurück. Auf private Initiative entstand der gemeinnützige Verein „Unser Hochstift rückt zusammen“. Gemeinsam konnte seit Beginn der Corona-Krise mehreren zehntausend Menschen durch den Food Truck geholfen werden. Von anfangs 150 Portionen Mahlzeiten pro Woche ist die Ausgabe mittlerweile auf fast 1.000 Portionen an drei Tagen angestiegen – das Angebot ist mittlerweile als „PaderMahlZeit“ etabliert.
Corona-gemäße Planung
Ab November werden die Gäste im neuen „Gasthaus“ an der Heierstraße bedarfsgerecht mit warmen Mahlzeiten, Tee, Kaffee und Gebäck versorgt. Gekocht wird das Essen in einer bestehenden Großküche. Die zubereiteten Speisen werden in Wärmebehältern ins „Gasthaus“ transportiert und dort durch geschultes, auch nach dem Infektionsschutzgesetz belehrtes Personal ausgegeben.
Räumlich wurde ebenfalls unter Corona-Gesichtspunkten geplant: Einbahnstraßensystem, Essensausgabe mit Schutzscheibe, Trennung von Küchenbereich und Geschirrrückgabe. In der Mitte und an den Fenstern können die Gäste Platz nehmen – so ist sowohl genug Raum zum gastlichen Essen als auch für die Essensausgabe. Selbstverständlich werden die Räume barrierefrei mit einer Rampe ausgestattet.