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© Thomas Throenle/Erzbistum Paderborn
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„Menschlicher und menschendienlicher Dialog“

Bischof Bätzing würdigt Erzbischof em. Becker bei seiner Verabschiedung

Erzbischof em. Hans-Josef Becker ist heute (23. Oktober 2022) mit einem Gottesdienst und einem Festakt als Erzbischof von Paderborn verabschiedet worden. Dabei würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, den scheidenden Erzbischof als „eine Person mit nüchterner Selbstironie, klaren Positionen und immer einem Ohr nahe bei den Menschen.“

In seinem Grußwort hob Bischof Bätzing den vielfältigen Einsatz von Erzbischof Becker hervor. Als Seelsorger sei er zu den Menschen hingegangen, habe ihnen zugehört und den Dialog gesucht. „So bist Du im besten Sinne des Wortes zum Menschenfischer und Brückenbauer geworden.“ Bischof Bätzing erinnerte auch an die große Nachdenklichkeit, die er bei ihm gespürt habe: „Dein genaues Abwägen von Worten und Entscheidungen, Deine differenzierte Sicht auf die Dinge zeichnen Dich aus.“

Dazu zähle auch der langjährige Einsatz des Erzbischofs als Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz: „Es war Dir ein persönliches Anliegen, dieses Thema zu forcieren und für unsere über 900 katholischen Schulen in Deutschland zu werben. Deine Wortmeldungen in der Vollversammlung der Bischofskonferenz hatten Gewicht: In präziser Analyse hast Du die Dinge – gerade auch in bewegten Diskussionen – auf den Punkt gebracht und deutlich gemacht, wo das Problem liegt und wofür wir stehen. Diese pastorale Erdung war prägend für Dich und hilfreich für uns in der Bischofskonferenz“, so Bischof Bätzing. Unerschrocken und umsichtig habe Erzbischof Becker das Wort Gottes verkündet. „Ehrlich und zuversichtlich hast Du ein Bild von der Kirche gezeichnet, die ihren Weg suchen muss, auch in der Krise.“

Bischof Bätzing hob in Paderborn hervor, Erzbischof Becker sei in allen Jahren seines Dienstes als Erzbischof „ein menschlicher und menschendienlicher Dialog gelungen – in der Kirche, in die Gesellschaft hinein und auf die Welt hin orientiert. Menschsein und Dialog sind zwei Dich besonders prägende Komponenten … Sollte man Dich charakterisieren, wird man unumwunden sagen können: Du lässt als Mensch Dinge sehr gut zu, Du lässt wachsen, ohne sofort zu viel Eigenes aufzudrängen.“ In diesem Sinne habe er den Erzbischof auch beim Synodalen Weg erlebt, sagte Bischof Bätzing: „So konnte ich Dich in dieser für unsere Kirche herausfordernden Zeit immer als unbestechlichen Träger des Prozesses erfahren. Mit der notwendigen Sachlichkeit und vor allem dem realistischen Blick auf den Zustand der Kirche warst Du stets von der Notwendigkeit des Synodalen Weges überzeugt.“

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