Die medialen Möglichkeiten würden eine Gottesdienstgemeinschaft entstehen lassen, in der die Feier der Heiligen Woche dennoch erlebt werden könne, sagte Erzbischof Becker zu Beginn des Gottesdienstes. „Dafür danke ich allen, die das ermöglichen. Allen, die sich geistig mit dieser Feier verbunden haben möchte ich danken für die bezeugte Gemeinschaft des Glaubens.“
Vom Hohen Dom ins ganze Erzbistum
Der Glaube an Jesus Christus zeige sich in Symbolen, erklärte Erzbischof Becker in seiner Predigt: „Zu diesen Symbolen zählen die heiligen Öle, die von hier aus als Christuszeichen nach Norden und Süden, nach Osten und Westen in das ganze Erzbistum gebracht werden. Jedes der drei Öle bindet uns Menschen näher an Jesus Christus, dessen Leidensweg wir in den kommenden Tagen begleiten.“
Mit jedem dieser drei Zeichen wolle Jesus die Menschen aufrichten und stärken, fuhr Erzbischof Becker fort. Das Katechumenenöl solle Menschen, die sich auf die Taufe vorbereiten, für die Freude Jesu öffnen – in hoffnungsvollen und guten Erfahrungen, aber auch in Stunden der Enttäuschung und Not. Wer die Salbung mit dem Chrisam durch ein Kreuzzeichen auf der Stirn empfange, dem werde der ermutigende Geist Jesu Christi für das ganze Leben lang geschenkt.
Die Freundschaft mit Christus pflegen
Bei der Priesterweihe würden die Hände der Weihekandidaten mit Chrisam gesalbt, damit im Namen Jesu vielen Menschen das Heil geschenkt werde, erklärte der Paderborner Oberhirte weiter. Er rief dazu auf, die Freundschaft mit Jesus Christus zu pflegen. „Nur wer im bleibenden Gespräch, das heißt im Gebet, aus dieser tiefen Freundschaft lebt, kann sie auch nach außen glaubwürdig und überzeugend verkörpern“, sagte der Paderborner Erzbischof.