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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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„Die heiligen Öle binden uns näher an Christus“

Erzbischof Becker feiert zu Beginn der Karwoche die Chrisam-Messe in der Krypta des Hohen Domes

„Als Christen sind wir dazu da, in der tiefen Freude unserer Beziehung zu Jesus Christus zu leben und anderen Menschen zur Freude zu verhelfen.“ Diese Überzeugung vertrat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in der Chrisam-Messe am Montag der Karwoche. Wegen der Corona-Krise feierten Erzbischof Becker und das Paderborner Metropolitankapitel die Heilige Messe in der Krypta des Hohen Domes unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Gottesdienst konnte aber – wie alle Gottesdienste der Kar- und Ostertage – per Live-Stream mitverfolgt werden.

Die Chrisam-Messe verdankt ihren Namen der Weihe der heiligen Öle, die über das Jahr zu Weihen und zur Spendung von Sakramenten verwendet werden: das Katechumenenöl für Taufbewerber, das Chrisam und das Krankenöl. Der Gottesdienst wird normalerweise in festlicher Atmosphäre im Hohen Dom mit vielen Priestern des Erzbistums gefeiert – im diesen Jahr fand er im schlichten Rahmen in der Domkrypta statt.

Die medialen Möglichkeiten würden eine Gottesdienstgemeinschaft entstehen lassen, in der die Feier der Heiligen Woche dennoch erlebt werden könne, sagte Erzbischof Becker zu Beginn des Gottesdienstes. „Dafür danke ich allen, die das ermöglichen. Allen, die sich geistig mit dieser Feier verbunden haben möchte ich danken für die bezeugte Gemeinschaft des Glaubens.“

Vom Hohen Dom ins ganze Erzbistum

Der Glaube an Jesus Christus zeige sich in Symbolen, erklärte Erzbischof Becker in seiner Predigt: „Zu diesen Symbolen zählen die heiligen Öle, die von hier aus als Christuszeichen nach Norden und Süden, nach Osten und Westen in das ganze Erzbistum gebracht werden. Jedes der drei Öle bindet uns Menschen näher an Jesus Christus, dessen Leidensweg wir in den kommenden Tagen begleiten.“

Mit jedem dieser drei Zeichen wolle Jesus die Menschen aufrichten und stärken, fuhr Erzbischof Becker fort. Das Katechumenenöl solle Menschen, die sich auf die Taufe vorbereiten, für die Freude Jesu öffnen – in hoffnungsvollen und guten Erfahrungen, aber auch in Stunden der Enttäuschung und Not. Wer die Salbung mit dem Chrisam durch ein Kreuzzeichen auf der Stirn empfange, dem werde der ermutigende Geist Jesu Christi für das ganze Leben lang geschenkt.

Die Freundschaft mit Christus pflegen

Bei der Priesterweihe würden die Hände der Weihekandidaten mit Chrisam gesalbt, damit im Namen Jesu vielen Menschen das Heil geschenkt werde, erklärte der Paderborner Oberhirte weiter. Er rief dazu auf, die Freundschaft mit Jesus Christus zu pflegen. „Nur wer im bleibenden Gespräch, das heißt im Gebet, aus dieser tiefen Freundschaft lebt, kann sie auch nach außen glaubwürdig und überzeugend verkörpern“, sagte der Paderborner Erzbischof.

Freude bleibt über die Grenze des Todes hinaus

Die Segnung des Krankenöls schließlich lasse daran denken, dass Jesus ein Freund der Kranken und Leidenden sei: „Wie er während seines irdischen Lebens den an Körper und Seele Verwundeten beistand, so will er es durch alle Zeiten hindurch in der Gemeinschaft der Kirche im Sakrament der Krankensalbung tun“, erläuterte Erzbischof Becker. Gerade im Angesicht des Todes könne Schwerkranken bewusst werden, dass die Freude am Christsein einzigartig sei. „Die Freude, die Jesus Christus uns schenkt, bleibt über die Grenze des Todes hinaus“, sagte Erzbischof Becker kurz vor dem bevorstehenden Osterfest.

Weiheversprechen erneuert

Im Anschluss an die Predigt des Paderborner Erzbischofs erneuerten die anwesenden Priester des Paderborner Metropolitankapitels ihr Weiheversprechen und machten sich damit ihre Bereitschaft zu ihrem Dienst aufs Neue bewusst. Erzbischof Becker bezog bei dieser Erneuerung explizit auch alle Priester des Erzbistums Paderborn ein, die in diesem Jahr nur über den Live-Stream ihr Versprechen erneuern konnten. Der Paderborner Erzbischof bat um Unterstützung im Gebet – eine wichtige Geste gerade angesichts der Corona-Krise.

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