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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß Geste Gebet

Ab 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn seine Sammlungsschätze in neuer Interpretation

Gesten sind ein wichtiger, unverzichtbarer Teil unserer menschlichen Kommunikation. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen, markieren Machtverhältnisse, haben symbolische oder spirituelle Bedeutungen. Ab dem 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn ausgewählte Exponate seiner Sammlung unter dem Titel: DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet. Zu sehen sind Skulpturen, Gemälde und Grafiken, Buch- und Schatzkunst.

Zur Eröffnung der Ausstellung Die Hände zum Himmel. Gruß – Geste – Gebet am Samstag, dem 18. Oktober 2025, um 14 Uhr begrüßt Direktor Holger Kempkens das Publikum, danach gibt Kuratorin Elisabeth Maas eine kurze Einführung in die Ausstellung. Es folgen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr Führungen mit der Kuratorin, eine Familienführung und Angebote für Kinder. Der Eintritt am Eröffnungstag ist frei. Für alle Neugierigen ist das Museum bereits ab 10 Uhr geöffnet.

Die Neupräsentation ist in fünf Abteilungen gegliedert, und einige der gezeigten Sammlungsstücke waren noch nie im Diözesanmuseum zu sehen. Darunter ein seltener spätgotischer Kanzelkorb, eine Beweinung Christi des Kölner Malers Anton Woensam und eine Gottvater-Skulptur von Ernst Barlach. Die ausgestellten Werke stammen aus den vergangenen rund 1000 Jahren. Somit schlägt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter über die Neuzeit bis in die Gegenwart.

Verschiedenste Themenkomplexe im Fokus

Im Fokus stehen die kleinen und großen Gesten, die Skulpturen zu Überbringern von Nachrichten, zu Mahnern oder Personifikationen von Tugenden und Lastern machen. Auch auf Gemälden kommt den Gesten eine wichtige Rolle zu, nicht selten führen sie zum eigentlichen, zum tieferen inhaltlichen Kern des Dargestellten. Gestenreich verkünden Engel die Botschaft Gottes. Menschen mit gefalteten Händen suchen den Kontakt zum Göttlichen, andere verbergen in Trauer ihr Gesicht.

Marienskulpturen aus allen Epochen präsentieren das göttliche Kind auf ähnliche Weise als Erlöser der Welt. Ebenso verhält es sich mit der trauernden Maria, die als Pietà, den toten Gottessohn nach der Abnahme vom Kreuz auf ihrem Schloss hält. Ein beeindruckendes Beispiel für eine wirkungsvolle gestische Darstellung ist auch die Skulptur des Erzengels Gabriel, der seine Hand ausladend zum Himmel streckt, während er der jungen Maria verkündet, dass sie von Gott auserwählt wurde durch den Heiligen Geist einen Sohn zu empfangen und zur Welt zu bringen.

Die einzelnen Abteilungen der Sammlungspräsentation widmen sich Themenkomplexen wie „Zwischen Himmel und Erde“, „Auf dem himmlischen Thron“ oder „Tod, Trauer, Einsamkeit”. Die Darstellungen von Gruß, Geste und Gebet werden hier jeweils zu zentralen, verbindenden Elementen.

Trapasso – Hinübergehen | 2. November 2025 – 1. März 2026

Das Diözesanmuseum Paderborn startet mit dieser Ausstellung eine neue Reihe, die regionale Kooperationen anstößt. Bereits zwei Wochen nach der Eröffnung der neuen Sammlungspräsentation zeigt das Diözesanmuseum ab dem 2. November 2025 die Ausstellung Trapasso – Hinübergehen. Sie entsteht in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn und thematisiert den Prozess des Hinübergehens, des Sterbens, mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen sowie Exponaten aus der eigenen Sammlung. Das Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn, das den letzten Weg schwer erkrankter Menschen aktiv begleiten und gestalten will, konzipiert dazu ein umfangreiches Begleitprogramm. Mit diesem neuen Ausstellungsformat will das Diözesanmuseum die Zusammenarbeit und den Austausch mit Institutionen, Initiativen und Künstler*innen in Paderborn und in der Region verstärken. Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn
Tel. +49 (0) 5251-1251400
museum@erzbistum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:

  • Tel. +49 (0) 5251-1251400
  • museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungseiten / Tickets
Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 8 Euro / ermäßigt 4 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren
siehe dioezesanmuseum-paderborn.de

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generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0