Psalm 150 sei eine „großartige Symphonie“ am Ende des biblischen Psalmen-Buches und zeige „die Verbundenheit von allen, die Gott geschaffen, und von allem, was Gott geschaffen hat“, urteilte Weihbischof Berenbinker zum Abschluss seiner Predigt. „Menschen, Tiere, Pflanzen und Gestirne, Wasser, Luft und Feuer, alles, was Gott gewollt und ins Dasein gerufen hat, gehört zusammen. Alles ist des Lobes würdig und trägt selbst zum Lob des Schöpfers bei.“
Pferdeweihe und Pferdeprozession
Auf dem Kirchplatz von Giershagen versammelten sich nach dem Pontifikalamt in der Kirche 30 Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden. Nach einem Gebet spendete Weihbischof Berenbrinker diesen bei der „Pferdeweihe“ mit sichtlicher Freude seinen bischöflichen Segen. Mit dieser Segenshandlung zog die Reiterschar – angeführt vom Kreuzträger und begleitet von Fahnen – vom Kirchplatz in Giershagen hinab ins Diemeltal zur Kluskirche und durch das Buchholz zurück ins Dorf. An vier Stationen wurde auf dem Weg der Prozession innegehalten, gebetet und gesungen.
Im Anschluss an die Prozession bewirtete der Knappenverein am Pfarrheim – wie seit Jahren – die Gäste.
Pferdeprozession in Giershagen mit Tradition
Die Giershagener Pferdeprozession – die einzige dieser Art im Erzbistum Paderborn – ist weit mehr als ein 300 Jahre alter Brauch: Sie ist ein Zeichen gelebten Glaubens und tiefer Verbundenheit mit der Heimat. Die Wurzeln der Pferdeprozession in Giershagen reichen zurück in eine Zeit großer Not: Der Überlieferung nach legten die Bauern von Giershagen in der Barockzeit ein Gelübde ab, als eine verheerende Pferdeseuche ihre Existenz bedrohte. Aus Dankbarkeit entstand eine Prozessions-Tradition, die bis heute fortlebt.